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London-Marathon: Star-Parade an der Themse

| Jörg Wenig I Foto: London-Marathon
Kein Marathon ist in der absoluten Spitze so gut besetzt wie das Rennen in London, das am Sonntag in Greenwich gestartet wird. Vier Läufer gehen mit Bestz

Kein Marathon ist in der absoluten Spitze so gut besetzt wie das Rennen in London, das am Sonntag in Greenwich gestartet wird. Vier Läufer gehen mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden an den Start, bei den Frauen steht ein Quartett von Athletinnen mit persönlichen Rekorden von unter 2:20 Stunden auf der Startliste. Top-Favorit auf den Sieg bei den Männern ist Titelverteidiger Eliud Kipchoge (Foto; rechts). Extra-Klasse Konkurrenz für Deutschlands Rekordmann Arne Gabius.

Der London-Marathon wird für die besten Kenianer und Äthiopier wie eine inoffizielle Weltmeisterschaft. Am Sonntag geht es aber nicht nur um den prestigeträchtigen Sieg, sondern auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele im August in Rio. Da auch die beiden Läuferländer jeweils nur drei Olympia-Starter stellen dürfen, müssen die Protagonisten Top-Zeiten anbieten.

Unter den Topstars ist der in den vergangenen eineinhalb Jahren beste Marathonläufer der Welt, Eliud Kipchoge. Der Kenianer, der sich bei seinem Sieg in Berlin im vergangenen September (trotz Problemen mit dem Schuhwerk) auf 2:04:00 Stunden steigerte und vier Marathonrennen in Folge gewann, geht als Titelverteidiger an Start. Kipchoge trifft auf drei Landsleute, die zusammen mit ihm zu den ganz großen Londoner Favoriten gehören: den Weltrekordler Dennis Kimetto (2:02:57 h), den zweifachen London-Sieger Wilson Kipsang (2:03:23 h) und den aktuellen New York-Marathon-Sieger Stanley Biwott (2:04:55 h).

Wie stark ist Bekele?

Schwer einzuschätzen ist die Form von Äthiopiens Superstar Kenenisa Bekele. Der Weltrekordler über 5.000 und 10.000 Meter erreichte bisher eine Marathon-Bestzeit von 2:05:04 Stunden. Seit mehr als einem Jahr hat er kein Rennen mehr bestritten. Im Januar 2015 gab er beim Dubai-Marathon aufgrund von Problemen im Fersenbereich auf. Zudem ist auch Ghirmay Ghebreslassie (Eritrea) im Rennen. Er gewann im vergangenen Sommer bei der WM in Peking sensationell die Goldmedaille. Gespannt sein darf man, wie sich Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg) in diesem Topfeld schlagen kann. Eine Platzierung unter den besten Zehn wäre eine starke Leistung für den 35-Jährigen. Hier liest du ein Interview mit Arne Gabius zu seinen Zielen in London!

„Ich werde alles geben, um meinen Titel in London zu verteidigen. Zusammen mit Wilson, Dennis und den anderen werden wir ein schnelles und wunderbares Rennen produzieren“, sagte Eliud Kipchoge. Auch Wilson Kipsang geht nach seinem zweiten Platz im vergangenen Jahr optimistisch in den London-Marathon und in eine Neuauflage des Duells mit Kipchoge: „Ich habe an meiner Geschwindigkeit und an der Ausdauer gearbeitet, um dieses Mal wieder ganz vorne zu sein. Vielleicht kann ich sogar meinen Streckenrekord brechen“, sagte Kipsang, der die Londoner Bestzeit vor zwei Jahren mit 2:04:29 Stunden aufstellte.

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Keitany will ganz nach vorn

Überraschend hatte vor einem Jahr die Äthiopierin Tigist Tufa den London-Marathon gewonnen. Allerdings war Mary Keitany damals nicht in Topform und musste sich mit Rang zwei zufrieden geben. Die Kenianerin meldete sich dann im Herbst wieder zurück und gewann mit einer eindrucksvollen Leistung den New-York-Marathon. Man darf gespannt sein, in welcher Form Mary Keitany ist, die in diesem Jahr noch kein Rennen bestritten hat. Ihr ganz großes Ziel ist der Olympiasieg in Rio im Sommer.

Eine scharfe Konkurrentin im Kampf um die drei kenianischen Startplätze musste passen: Gladys Cherono fehlt verletzungsbedingt in London und ist damit wohl aus dem Rennen um die Tickets nach Rio. Neben Tigist Tufa dürften die Halbmarathon-Weltrekordlerin Florence Kiplagat (Kenia), die im vergangenen Oktober den Chicago-Marathon gewann, und die aktuelle Marathon-Weltmeisterin Mare Dibaba zu den stärksten Konkurrentinnen von Mary Keitany zählen.

Die Topläufer in der Übersicht

Männer
Dennis Kimetto (KEN) 2:02:57
Wilson Kipsang (KEN) 2:03:23
Eliud Kipchoge (KEN) 2:04:00
Stanley Biwott (KEN) 2:04:55
Kenenisa Bekele (ETH) 2:05:04
Tilahun Regassa (ETH) 2:05:27
Abera Kuma (ETH) 2:05:56
Samuel Tsegay (ERI) 2:07:28
Ghirmay Ghebreslassie (ERI) 2:07:47
Amanuel Mesel (ERI) 2:08:17
Serhiy Lebid (UKR) 2:08:32
Arne Gabius (GER) 2:08:33

Frauen
Mary Keitany (KEN) 2:18:37
Aselefech Mergia (ETH) 2:19:31
Florence Kiplagat (KEN) 2:19:44
Mare Dibaba (ETH) 2:19:52
Priscah Jeptoo (KEN) 2:20:14
Feyse Tadese (ETH) 2:20:27
Jemima Sumgong (KEN) 2:20:41
Tigist Tufa (ETH) 2:21:52
Jessica Augusto (POR) 2:24:25