Mit einem Salbenverband bist du schneller wieder fit

| Text: Claudia Pfeil-Zander | Foto: Adobe Stock/lovelyday12

Durch Salbenverbände können Sportverletzungen besser heilen. Hier erfährst du, wie und wann du einen solchen Verband anlegen solltest.

Einmal nicht aufgepasst, schon stolpert man, knickt um und legt sich aufs Knie. Beim Laufen sind kleine Unfälle dieser Art keine Seltenheit. Die Folgen sind oft Prellungen, Stauchungen oder Zerrungen. Bei kleineren oder größeren Sportverletzungen dieser Art ist meist die PECH-Regel die beste erste Hilfe. Danach hilft ein Salbenverband schnell wieder auf die Beine.

Die Sofortmaßnahme: PECH

Mit der PECH-Regel kann man Schwellungen, Blutergüsse und Schmerzen nicht nur schnell lindern, sondern auch die Regeneration günstig beeinflussen. PECH steht für:

  1. Pause, sofort und unmittelbar: Jede weitere Belastung verschlimmert die Verletzung.
  2. Eis: Ein Coolpack über einem dünnen Tuch kühlt die schmerzende Stelle – das verengt die Blutgefäße, verringert Blutergüsse und lindert Schmerzen.
  3. Compression: Eine Mullbinde, mit leichtem Zug angelegt, reduziert erste Schwellungen und Einblutungen.
  4. Hochlagern, wenn möglich über Herzhöhe: Der betroffene Bereich wird dann weniger stark durchblutet und bereits angesammelte Flüssigkeit (Schwellungen) kann schneller abtransportiert werden.

Wirksam im Anschluss: Der Salbenverband

Den Druckverband der PECH-Regel lockert man nach spätestens zwei Stunden. Anschließend unterstützt ein Salbenverband den Heilungsprozess: Schmerz- und entzündungslindernde Salben können damit über einen längeren Zeitraum sowie gezielt an der betroffenen Stelle wirken. Und so wird’s gemacht:

  1. Dick auftragen: Die Salbe großzügig auftragenh, aber auf das Nebenwirkungsprofil von Creme & Co. achten. Pflanzliche Wirkstoffe wie Arnika, Beinwell, Hamamelis und Calendula, wie sie zum Beispiel in Traumeel enthalten sind, verringern Schmerzen und Entzündungen und sind gut verträglich. Körpereigene Regenerationsmechanismen profitieren, wenn man die äußerliche Anwendung mit der Einnahme wirkstoffgleicher Tabletten kombiniert.
  2. Feucht umwickeln: Mit einer angefeuchteten Mullbinde vermeidet man das Eintrocknen des Verbands und verlängert damit seine Wirksamkeit
  3. Locker bleiben: Das Ziel ist das Einwirken der Salbe, daher ohne Zug und nicht zu fest anlegen
  4. Wirken lassen: über mehrere Stunden, idealerweise über Nacht – und bei Bedarf wiederholen

Mit Salbenverbänden sind die meisten Sportverletzungen bald überstanden und du bist schnell wieder am Start.

 

 

 

 

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