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Sabrina Mockenhaupt nimmt nach OP Olympia ins Visier

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2014 lief es für Mocki nicht gut. Nun will sie wieder durchstarten: Die Olympischen Spiele 2016 in Rio ist ihr großes Ziel.

Die deutsche Serienmeisterin Sabrina Mockenhaupt ist eine der beliebtesten Läuferinnen des Landes. 2014 lief es für sie allerdings nicht gut. Nun will Mocki wieder durchstarten: Nach ihrer Knöchel-OP sind die Olympischen Spiele 2016 in Rio ihr großes Ziel.

Mocki hat Olympia fest im Blick
Mocki hat Olympia fest im Blick. © Imago
Für ihre zuletzt angegriffene Psyche sei der Marathon ein gutes mentales Training gewesen. "Im Endeffekt war es ein zweistündiges Psychologiestudium unter körperlicher Dauer- und Höchstbelastung", meint die für die LG Sieg startende Sportlerin, die sich im vergangenen Jahr "richtig runtergewirtschaftet" habe. "Aus dem letzten Jahr kämpfe ich mich immer noch heraus", bekennt Mockenhaupt. Es sei eine schwere Zeit gewesen, "auch weil man Gegenwind bekommen hat. Das musst du überstehen." Den nächsten Marathon will sie im Herbst "wohl irgendwo in Deutschland" laufen.

Um auch über die 42,195 Kilometer voranzukommen und nach ihren Siegen in Köln (2007/2009) und Frankfurt/Main (2008) weitere Erfolge zu feiern, will sie an ihrer Grundgeschwindigkeit arbeiten und noch mal deutlich unter 32 Minuten über 10.000 Meter rennen. "Wenn man einen guten Marathon laufen will, muss man unten rum schneller sein", erklärt sie und versichert: "Bevor ich nicht meine 2:25 Stunden im Marathon stehen habe, höre ich nicht auf." Ihre Bestzeit von 2:26:21 Stunden lief sie vor fünf Jahren.

Um noch einmal schneller zu werden, ist ein Pensum von rund 180 Kilometer pro Woche unabdingbar. Ein Trainingsumfang, den sie sich auch im fortgeschrittenen Läuferinnenalter zutraut. "Körperlich bin ich nach wie vor in einem Topzustand", sagt Mockenhaupt. "Ab 30 Jahren geht's los mit dem Kopf, das Mentale ist eigentlich belastender als das Körperliche."

Lange auf der Erfolgswelle

Die Olympia-13. von 2008 in Peking fühlt sich fit, trotz einer zwei Jahrzehnte währenden Karriere noch einmal richtig anzugreifen. "Was treibt mich an? Ich war lange auf einer Erfolgswelle", sagt Mockenhaupt. "Ich will wieder dahinkommen. Ich bin die ganze Zeit in Unruhe."

Auch wenn es die meist fröhliche und offenherzige Vorzeigeathletin des deutschen Langlaufs nicht schaffen sollte, dürften ihr die Sympathien des Leichtathletik-Publikums erhalten bleiben. "Mein Trainer sagt: Du kannst 35 Minuten laufen, und die finden dich immer noch toll", erzählt sie. Denn die Leute würden sich mit ihr identifizierten, weil sie offen sei, Freud und Leid teile: "Ich glaube, dass ich sehr transparent bin. Ich bin, und das ist mein Vorteil, natürlich authentisch."