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Nach Doping-Fall: Anna Hahner gewinnt Hannover-Marathon

| Jörg Wenig I Foto: HAJ Hannover-Marathon

Edinah Jerotich Kwambai aus Kenia, die Siegerin des diesjährigen HAJ Hannover Marathon, ist vom Internationalen Leichtathletik-Verband IAAF positiv auf das Asthmamittel Salbutamol getestet und mit einer dreimonatigen Sperre belegt worden. Zudem wurde ihr der Sieg in Hannover folgerichtig aberkannt und die bislang Zweitplatzierte, Anna Hahner, nachträglich zur Siegerin erklärt.

Anna Hahner (Run2Sky/Gengenbach) ist nachträglich die Siegerin des HAJ Hannover-Marathons 2016. Die im April zweitplatzierte Läuferin rückte einen Platz nach vorne, nachdem die ursprüngliche Siegerin, Edinah Kwambai, bei der Dopingprobe positiv auf ein Asthmamittel getestet wurde. Die Kenianerin wurde daraufhin vom internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) mit einer dreimonatigen Sperre belegt. Für den Sieg in Hannover hatte die Kenianerin ein Preisgeld von 5500 Euro erhalten.

„Salbutamol ist ein standardisiertes Asthmamittel, das in normaler Dosierung auch absolut NADA und WADA regelkonform ist“, erklärte Alexander Hanke, der Rennarzt des HAJ Hannover-Marathons. Die NADA ist die nationale und die WADA die internationale Anti-Doping-Agentur. „Es wirkt unter Belastung atmungserleichternd und ist in diesem Fall offensichtlich in einer dann nicht mehr zulässigen Überdosierung eingenommen worden“, fügte Hanke hinzu. Edinah Kwambai hatte das Rennen im April in einer Zeit von 2:29:17 Stunden vor Anna Hahner (2:30:35) und ihrer Landsfrau Salome Biwott (2:30:47) gewonnen. Auf den weiteren Plätzen folgten Nancy Koech (Kenia/2:31:16), Vaida Zusinaite (Litauen/2:32:50) und Annas Zwillingsschwester Lisa Hahner (Run2Sky/2:34:56).