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Nagoya-Marathon: Spurt-Entscheidung um Japans Olympia-Tickets

| Jörg Wenig I Foto: imago
Dieser Marathon wurde zum Qualifikations-Thriller. Eine Sekunde entschied nach 42,195 Kilometern beim Nagoya-Marathon um die Startplätze für Japans Marat

Dieser Marathon wurde zum Qualifikations-Thriller. Eine Sekunde entschied nach 42,195 Kilometern beim Nagoya-Marathon um die Startplätze für Japans Marathonläuferinnen bei den Olympischen Spielen. Denn nur die beste Einheimische darf mit dem Start im Sommer in Rio planen. Auf den letzten Metern schob sich Tomomi Tanaka (Foto) noch an ihrer Landsfrau Rei Ohara vorbei und lief in 2:23:19 Stunden eine Weltklassezeit.

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Eunice Kirwa hat zum zweiten Mal in Folge den Nagoya-Marathon gewonnen. Bei dem reinen Frauen-Eliterennen in Japan verteidigte die aus Kenia stammende und seit Ende 2013 für Bahrain startende Läuferin ihren Titel in hochklassigen 2:22:40 Stunden. Die 31-Jährige, die eine Marathon-Bestzeit von 2:21:41 Stunden aufweist und beim Weltmeisterschafts-Marathon in Peking 2015 die Bronzemedaille gewonnen hatte, löste sich nach 31 Kilometer von der letzten an der Spitze verbliebenen Konkurrentin, der Japanerin Tomomi Tanaka.

Mit einem Thriller endete dann das letzte von drei japanischen Qualifikationsrennen für die drei nationalen Startplätze bei den Olympischen Spielen. Die jeweils schnellstern Japanerinnen jener drei Läufe werden in der Regel nominiert. Nachdem Tomomi Tanaka nicht mehr mit Eunice Kirwa mithalten konnte, wurde sie fünf Kilometer vor dem Ziel von ihrer Landsfrau Rei Ohara eingeholt. Der dramatische Zweikampf um das Ticket nach Rio war erst auf der Ziellinie entschieden. Auf den letzten Metern schob sich Tanaka noch knapp an Ohara vorbei und wurde in 2:23:19 Stunden mit einer Sekunde Vorsprung vor Ohara Zweite. Während Tanaka im Ziel jubelte, ging Ohara zu Boden.

Sechs Japanerinnen unter 2:25:30 Stunden

Wie hart umkämpft dieses Olympia-Ticket in Japan war, wo der Marathon einen außergewöhnlichen Stellenwert hat, zeigen die folgenden Ergebnisse. Hinter Ohara folgten vier weitere Japanerinnen mit Zeiten von jeweils unter 2:25:30 Stunden: Mao Kiyota (2:24:32 h), Reia Iwade (2:24:38 h), Sayaka Kuwahara (2:25:09 h) und Shiho Takechi (2:25:29 h) belegten die Ränge vier bis sieben.

Insgesamt zwölf Läuferinnen erzielten in Nagoya Zeiten von unter 2:30 Stunden. Nicht darunter war Japans Marathon-Olympiasiegerin von 2004, Mizuki Noguchi. Nachdem sie zuletzt 2013 einen Marathon gelaufen war, wollte sie es im Hinblick auf Rio noch einmal versuchen. Doch schon nach fünf Kilometern fiel Noguchi zurück. Am Ende belegte sie Rang 23 in 2:33:54 Stunden.