Erstes Rennen nach Olympiasieg: Eliud Kipchoge in Neu Delhi vorn

| Jörg Wenig I Foto: ADHM / Procam International

Eigentlich wollte er unter 59 Minuten bleiben. Doch ein unrhythmischer Rennverlauf machte Eliud Kipchoge zu schaffen. So musste sich der Marathon-Olympiasieger beim Neu Delhi-Halbmarathon am Sonntag mit 59:44 Minuten begnügen. Zum Sieg reichte die Zeit trotzdem. Deutlich spannender war die Entscheidung im Frauen-Rennen.

Eliud Kipchoge ist seiner Favoritenrolle beim Halbmarathon in Neu-Delhi eindrucksvoll gerecht geworden. Der 32-jährige Marathon-Olympiasieger von Rio gewann das Rennen über die 21,0975-km-Distanz in 59:44 Minuten. In der Jahresweltbestenliste platziert sich der Kenianer damit auf Rang 22. Yigrem Demelash (Äthiopien) wurde in 59:48 Zweiter vor Augustine Choge (Kenia), der nach 60:01 im Ziel war. Bei den Frauen endete die Siegesserie von Peres Jepchirchir. Während sich die kenianische Halbmarathon-Weltmeisterin mit Rang fünf zufrieden geben musste, gewann die Äthiopierin Worknesh Degefa mit 67:42.

In einem ungleichmäßigen Rennen übernahm nach einer 10-km-Zwischenzeit von 28:33 Minuten und dem Ausstieg der beiden Tempomacher Eliud Kipchoge die Initiative in der dreiköpfigen Spitzengruppe. Nach rund 17 km fiel dann sein Trainingspartner Augustine Choge zurück. Erwartungsgemäß war der 10.000-Meter-Olympia-Vierte Yigrem Demelash der schärfste Gegner des Marathon-Olympiasiegers. Bis kurz hinter Kilometer 20 konnte der Äthiopier folgen, dann setzte sich Eliud Kipchoge entscheidend ab. Kipchoge verpasste zwar seine Bestzeit von 59:25 und ebenfalls den Streckenrekord von 59:06, doch er setzte seine seit April 2015 andauernde Siegesserie fort. Hinter Demelash und Choge folgte mit deutlichem Abstand Ronald Kirui (Kenia) in 61:43. „Die Bedingungen hier waren gut und gleiches galt für mein Training. Mit der richtigen Anleitung meines Trainers Patrick Sang konnte ich das Rennen gewinnen“, erklärte Eliud Kipchoge nach seinem ersten Wettkampf nach seinem Olympiasieg im August.

 

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Favoritin Peres Jepchirchir fehlt die Kraft

In der Breite der Spitze deutlich stärker waren die Resultate bei den Frauen. Hier liefen gleich fünf Athletinnen unter 69 Minuten. Dabei endete die Serie von Peres Jepchirchir, die zuletzt sechs Rennen in Folge gewonnen hatte - darunter die Halbmarathon-WM in Cardiff im März. Doch in Neu-Delhi gingen der Kenianerin zum Saisonende offenbar die Kräfte aus, wobei sie auch von einer Erkältung im Vorfeld und Blasen behindert wurde.

Rund drei Kilometer vor dem Ziel lagen noch sechs Läuferinnen, darunter auch Jepchirchir, gemeinsam an der Spitze. Danach setzte sich Worknesh Degefa, die sich in diesem Jahr auf hochklassige 66:14 Minuten verbessert hatte und damit sogar die schnellste Läuferin im Starterfeld war, von ihren Konkurrentinnen ab. Die 26-Jährige gewann in 67:42 Minuten vor ihrer Landsfrau Ababel Yeshaneh (Äthiopien/67:52) und den beiden Kenianerinnen Helah Kiprop (68:11) sowie Gladys Chesire (68:23). Als Fünfte folgte dann Peres Jepchirchir mit 68:28. Mary Wacera (Kenia/69:06) und Gelete Burka (Äthiopien/69:32) erreichten auch noch Zeiten von unter 70 Minuten.

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