Neuschwander rennt 50 Kilometer auf dem Laufband

| Text: Redaktion laufen.de | Fotos: Red Bull/Henner Thies

Am Donnerstagmorgen hat der Ultraläufer Florian Neuschwander im österreichischen Thalgau einen neuen Weltrekord über 50 Kilometer auf dem Laufband aufgestellt. Mit seiner Zeit konnte er den bisherigen Weltrekord von Mario Mendoza (USA) um 1:38 Minuten verbessern.

50 Kilometer. Auf einem Laufband. Schon das allein ist Herausforderung genug. Ultraläufer Florian Neuschwander hatte zudem aber ein weiteres Ziel: den Weltrekord brechen. Und er schaffte es. Im Athletes Performance Center in Thalgau lief er 2:57:25 Stunden und war damit 1:38 Minuten schneller als der bisherige Weltrekordler Mario Mendoza aus den USA. Er lief dabei mit einer atemberaubenden durchschnittlichen Geschwindigkeit von 3:33 Minuten pro Kilometer.

Mit eisernem Willen zum neuen Weltrekord

„Ich freue mich riesig, dass ich den 50-Kilometer-Laufband-Weltrekord knacken konnte! Ich habe meinen Fahrplan, trotz muskulärer Probleme am Ende, perfekt eingehalten und meine Pace kontinuierlich gesteigert, von daher: alles super! Ich bin extrem happy!“, meinte Florian Neuschwander.

Wie schmerzhaft der Weg zum neuen Weltrekord für Neuschwander wirklich war, zeigten besonders die letzten zehn der insgesamt 50 Laufband-Kilometer, in denen der mehrfache nationale Wings for Life World Run-Sieger im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinauswachsen musste.

„Ich wusste, dass die letzten Kilometer hart werden, aber ich hab' sie knallhart durchgezogen ... das musste ich auch! Immerhin war meine Familie da und die Leute im APC haben sich ein Bein ausgerissen, damit das hier klappt. Es gab also kein Zurück!“

Eiserner Wille, gute Vorbereitung und perfekte Lauf-Bedingungen, inklusive prominenter Unterstützung halfen Flo Neuschwander „das Ding durchzuziehen“. So lief Andreas Wellinger, der Skisprung-Olympiasieger von 2018, auf einem Laufband neben Neuschwander einige Kilometer mit und sorgte auch sonst für gute Stimmung und zusätzliche Motivation.

„Absoluten Respekt, was der Flo geleistet hat. Er hat hart auf diesen Weltrekord hingearbeitet. Glückwunsch, dass er das geschafft hat. Die Willensstärke, das durchzuziehen, da kann sich jeder Athlet eine Scheibe abschneiden“, meinte Wellinger.

Flo Neuschwander hat sich mit dem 50-Kilometer-Weltrekord einen lang ersehnten Traum erfüllt und sich zudem als selbsternannter „Laufband-Typ“ in weniger als drei Stunden zur Laufband-Legende gemacht. Doch ausruhen will sich der deutsche Ultrarunner auf diesem Erfolg nicht. Der 38-Jährige blickt stattdessen bereits auf die nächste Herausforderung: den Wings for Life World Run am 3. Mai.

„Schön wäre es, den Wings for Life World Run nach meinen nationalen Titeln in Darmstadt 2015 und in München 2016 sowie dem 3. Globalen Platz im letzten Jahr 2020 endlich einmal weltweit zu gewinnen. Aber jetzt gönne ich mir erstmal einen Saunagang“, so Florian Neuschwander.

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