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Olympia: Gesa Krause mit deutschem Rekord auf Rang sechs

| Text: Jörg Wenig | Foto: Imago
Gesa Felicitas Krause ist bei Olympia in Rio über 3000 Meter Hindernis auf Platz sechs gelaufen. Die 24-jährige verbesserte den deutschen Rekord auf 9:18

Europameisterin Gesa Felicitas Krause ist im olympischen Finale über 3000 Meter Hindernis auf den sechsten Platz gelaufen. Die 24-jährige WM-Dritte aus Frankfurt verbesserte dabei in Rio den deutschen Rekord auf 9:18,41 Minuten. Die alte Bestmarke hielt seit 2009 Antje Möldner-Schmidt in 9:18,54 Minuten. Olympia-Gold holte sich Ruth Jebet aus Bahrain in der Weltklassezeit von 8:59,75 Minuten vor Weltmeisterin Hyvin Kiyeng Jepkemoi aus Kenia (9:07,12) und der US-Amerikanerin Emma Coburn, die 9:07,63 Minuten schnell war.

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Noch nicht am Ende des Weges angekommen

Für Europameisterin Gesa Felicitas Krause ist der deutsche Rekord über 3000 Meter Hindernis und Olympia-Platz sechs in Rio nur eine Zwischenstation: "Ich bin noch nicht am Ende des Weges", sagt die Frankfurterin, deren Ehrgeiz auch beim deutschen Rekord nicht aufhört. "Das Minimalziel habe ich erreicht, aber ich wäre gern schneller gewesen", übte die 24 Jahre alte Europameisterin nach dem sechsten Platz im Olympia-Finale von Rio über 3000 Meter Hindernis Selbstkritik. "Deshalb ist es suboptimal gelaufen."

Der alten Bestmarke, die Antje Möldner-Schmidt seit 2009 mit 9:18,54 Minuten hielt, ist sie seit Jahren hinterher gerannt. "Ich habe lange darum gekämpft und wäre enttäuscht gewesen, wenn es nicht geklappt hätte", sagte Krause. "Der deutsche Rekord war mein zweites Ziel, die Medaille mein Traum. Wenn man sein ganzes Leben dem Sport unterordnet, hat man auch größere Ziele."

In Rio hat die Frankfurterin aber auch erlebt, dass die Weltelite sehr schnell unterwegs ist. "Da muss ich realistisch sein. Das Niveau habe ich noch nicht, das ist eine andere Liga", bekannte sie. Gold gewann Ruth Jebet aus Bahrain in 8:59,75 Minuten vor Hyvin Kiyeng Jepkemoi aus Kenia (9:07,12) und der US-Amerikanerin Emma Coburn (9:07,63).

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Sogar Zeiten unter neun Minuten sind nicht unmöglich

Gesa Krause traut sich momentan Zeiten um 9:15 Minuten zu. "Ich weiß, dass in meinen Beinen mehr steckt", sagte sie. Im vergangenen Jahr hatte die 24-Jährige bei der WM in Peking die Gunst der Stunde genutzt und in einem relativ langsamen Rennen die Bronzemedaille geholt. "Das Rennen war 20 Sekunden langsamer", relativierte sie.

Um ihren Träumen weiter nachzujagen, setzt sie sich kein Zeitlimit für ihre Karriere und denkt über die nächsten Sommerspiele 2020 hinaus. "Auf jeden Fall, ich plane nicht nur bis Tokio", kündigte Gesa Krause an. Selbst Zeiten unter der Neun-Minute-Grenze hält sie nicht für unmöglich. «Wir fangen mal mit 9:10 Minuten an. Wenn ich die in vier Jahren unterboten habe, können wir über die nächste Etappe reden», sagte Gesa Krause.

Der Hindernislauf ist für sie mehr als nur ein Sport. Er ist auch eine Möglichkeit, sich zu beweisen, wie weit man kommt, wenn man kein Wunderkind ist. "Ich habe die Gabe zu laufen und die Charaktereigenschaft, ehrgeizig zu sein", sagte Gesa Krause. Sie sei nicht die talentierteste Läuferin, sondern jemand der sich viel erarbeitet habe, aber auch wahnsinnig ungeduldig gewesen ist.

"Mittlerweile ist die Geduld eine meiner größten Stärken geworden: Geduldig zu bleiben, weiter zu machen, wieder aufzustehen." Deshalb sind die Rio-Spiele für sie nur eine Zwischenstation. "Es war keine schlechte Leistung, aber nicht das I-Tüpfelchen, das ich mir gewünscht hätte", sagte Krause. "Ich bin nicht am Ende meines Weges."

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Olympiasiegerin Ruth Jebet: Mit suboptimaler Hindernistechnik ganz nah am Weltrekord

Neue Olympiasiegerin im 3000-m-Meter-Hindernislauf ist Ruth Jebet. Die aus Kenia stammende Läuferin, die für Bahrain startet und die erste Leichtathletik-Goldmedaille der Frauen für das Land gewann, triumphierte mit einem beeindruckenden Sololauf.

Jebet setzte sich bei extrem hohen Temperaturen von 34 Grad Celsius frühzeitig von den Konkurrentinnen ab und stürmte nach 8:59,75 Minuten ins Ziel. Am Ende verschenkte sie den Weltrekord, denn nach dem letzten Hindernis nahm sie rund 20 Meter vor dem Ziel das Tempo heraus. Die globale Bestzeit der Russin Gulnara Galkina steht bei 8:58,81 Minuten. „Ich bin überglücklich. Es war mein erster Start bei Olympischen Spielen. Für mich ging es heute einzig um den Olympiasieg, nicht um den Weltrekord“, sagte Ruth Jebet.

Die Kenianerin Hyvin Kiyeng Jepkemoi gewann in 9:07,12 die Silbermedaille, Dritte wurde die US-Amerikanerin Emma Coburn mit 9:07,63. Dritte wurde die US-Amerikanerin Emma Coburn, die mit 9:07,63 einen amerikanischen Kontinentalrekord lief. Sieben der ersten neun Läuferinnen erzielten in dem hochklassigen Finale persönliche Bestzeiten.