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Bundestrainer Wolfgang Heinig: Olympia-Norm ist machbar

| dpa I Fotos: Norbert Wilhelmi
Bei Olympia 2012 war kein deutscher Marathon-Mann am Start. Doch Bundestrainer Wolfgang Heinig ist optimistisch: Gabius und Pflieger können das schaffen.

Bei Olympia 2012 in London war kein deutscher Marathon-Mann am Start. Droht das auch im nächsten Jahr in Rio? In Berlin verpassten die Besten zwar die Normzeit, doch Bundestrainer Wolfgang Heinig ist optimistisch: Arne Gabius und Philipp Pflieger können das schaffen.

Hier geht's zum Interview mit Philipp Pflieger.

Arne Gabius
Arne Gabius möchte die Olympia-Norm am 25. Oktober in Frankfurt knacken.
"Aber ich würde an diese Sache anders herangehen: Ein professioneller Läufer sollte sich doch fragen: Was muss ich tun, wie muss ich trainieren, um dieses Ziel Olympia zu erreichen?" Und: "Jeder Leistungssportler, der professionell an seine Sache herangeht, kann diese Normzeiten auch laufen."

So auch Arne Gabius, der nach seiner tollen Zeit im Vorjahr (2:09:32 Stunden) am 25. Oktober erneut in Frankfurt antreten wird. Auch Pflieger traut Heinig zu, das Olympia-Ticket im zweiten Anlauf noch zu lösen. Bis zum 1. Mai 2016 haben die deutschen Dauerläufer dafür noch Zeit, Starts bei den Frühjahrs-Klassikern in Boston, Paris oder oder London bieten sich an.

Pflieger kam am Sonntag in 2:12:50 Stunden ins Ziel - damit ist der 28-Jährige aus Regensburg immerhin der drittbeste deutsche Marathonläufer in diesem Jahrtausend nach Michael Fietz (2:11:28/2000 in Rotterdam) und Gabius (2014).
"Mit Arne und Philipp haben wir zwei Kandidaten, die eine echte Olympia-Chance haben. Arne wird die Norm laufen, da bin ich mir sicher", betonte der Leitende Bundestrainer Marathon/Gehen. "Und Philipp im Frühjahr sicher auch, er hat uns positiv überrascht."

Anna Hahner fand ihr bekanntes Lächeln nach dem Ziel zwar wieder, ihren Frust konnte die 25-Jährige aber kaum verbergen. "Anna ist ja hundertprozentig professionell", meinte Heinig. "Aber diesmal waren wir doch überrascht, negativ überrascht. Man muss das schon als Enttäuschung ansehen", kommentierte der Bundestrainer die Zeit von 2:30:19 Stunden.

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