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Cynthia Limo krönt einmaligen Frauen-Halbmarathon von Ras Al Khaimah

| Jörg Wenig I Foto: photorun.net
Cynthia Limo ist die Halbmarathonläuferin der Stunde: Die Kenianerin gewann am Freitag das hochklassige Rennen in Ras Al Khaimah mit 66:04 Minuten.

Cynthia Limo ist die Halbmarathonläuferin der Stunde: Die Kenianerin gewann am Freitag das hochklassige Rennen in Ras Al Khaimah und wurde mit 66:04 Minuten zur drittschnellsten Halbmarathonläuferin aller Zeiten. Im Januar hatte sie bereits in Houston dominiert. Der Lauf der Frauen stellte am Freitag mit seinen Top-Ergebnissen das Männerrennen deutlich in den Schatten.

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Die Frauen haben den Männern in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Freitagmorgen die Show gestohlen: Die Kenianerin Cynthia Limo wurde in Ras Al Khaimah zur drittschnellsten Halbmarathonläuferin aller Zeiten. Die 26-Jährige gewann das Toprennen in dem Wüsten-Emirat mit 66:04 Minuten. Das ist die fünftschnellste jemals auf einem rekordkonformen Kurs erzielte Zeit. Lediglich Weltrekordlerin Florence Kiplagat (65:09) und ihre kenianische Landsfrau Mary Keitany (65:50) waren jeweils zweimal schneller als Cynthia Limo, die den Streckenrekord von Keitany nur um 14 Sekunden verpasste.

Cynthia Limo hatte beim hochklassig besetzten Ras Al Khaimah-Halbmarathon lediglich drei Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Gladys Cherono. Die aktuelle Weltmeisterin über diese Strecke erzielte mit 66:07 Minuten die sechstbeste je gelaufene Zeit. Auf Platz elf der ewigen Bestenliste sortierte sich die in Ras Al Khaimah drittplatzierte Genet Yalew (Äthiopien) ein, die nach 66:26 Minuten im Ziel war und damit einen äthiopischen Rekord aufstellte. Erstmals blieben bei einem Halbmarathon gleich sechs Läuferinnen unter 67 Minuten.

Die Kenianerinnen Peres Jepchirchir (66:39), Gladys Chesire (66:57) und Jemima Jelagat (66:58) folgten auf den Rängen vier bis sechs und erzielten ebenfalls Weltklassezeiten. Für Cynthia Limo, die sich in Ras Al Khaimah auf dem letzten Kilometer von der Halbmarathon-Weltmeisterin Gladys Cherono absetzen konnte, war es bereits die zweite Topzeit über die 21,0975-km-Distanz in diesem Jahr. In Houston war sie im Januar 66:41 Minuten gelaufen, nachdem sie sich im vergangenen Jahr nach einer kontinuierlichen Entwicklung zunächst auf 67:02 Minuten gesteigert hatte. Cynthia Limo dürfte sich mit ihrem Sieg von Ras Al Khaimah einen Platz im kenianischen Team für die Halbmarathon-Weltmeisterschaften 2016 gesichert haben.

Top 10: Die schnellsten Halbmarathonläuferinnen aller Zeiten

65:09 Florence Kiplagat (KEN), 2015 Barcelona
65:12 Florence Kiplagat (KEN), 2014 Barcelona
65:50 Mary Keitany (KEN), 2011 Ras Al Khaimah
66:02 Mary Keitany (KEN), 2015 Ras Al Khaimah
66:04 Cynthia Limo (KEN), 2016 Ras Al Khaimah
66:07 Gladys Cherono (KEN), 2016 Ras Al Khaimah
66:09 Lucy Kabuu (KEN), 2013 Ras Al Khaimah
66:11 Priscah Jeptoo (KEN), 2013 Ras Al Khaimah
66:18 Joyce Chepkirui (KEN), 2014 Prag
66:25 Lornah Kiplagat (NED), 2007 Udine

Im Rennen der Männer gab es in dem Wüsten-Emirat nicht die erwarteten Topzeiten von unter einer Stunde, dafür aber einen spannenden Zieleinlauf, der dem eines 800-Meter-Rennens glich. Die ersten vier Läufer trennten dabei nur eine Sekunde. Birhanu Legese (Äthiopien) gewann in 60:40 Minuten vor dem zeitgleichen Stanley Biwott (Kenia). Dritter wurde Nguse Amlosom (Eritrea), der wie der viertplatzierte Abraham Cheroben (Kenia) mit 60:41 Minuten gestoppt wurde. Mit den Kenianern Edwin Kipyego (60:45) und Simon Cheprot (60:46) blieben zwei weitere Läufer unter 61 Minuten.

Noch nicht in Topform waren dagegen die Kenianer Leonard Komon und Wilson Kipsang. Der 10-Kilometer-Weltrekordler Komon belegte Rang zehn mit 62:12 Minuten, der ehemalige Marathon-Weltrekordler Kipsang wude Elfter in 62:16 Minuten. Bei seinem Marathon-Weltrekord von 2:03:23 Stunden 2013 in Berlin hatte Kipsang die beiden Streckenhälften in 61:34 und 61:49 Minuten zurückgelegt und war damit jeweils deutlich schneller als am Freitag über die 21,1 Kilometer. Die beiden Sieger kassierten in Ras Al Khaimah jeweils ein Preisgeld von umgerechnet rund 12.000 Euro. Einen Weltrekord hätten die Veranstalter mit umgerechnet rund 88.000 Euro belohnt.