Jepchirchir läuft Weltrekord, Krause steigt aus

| Jörg Wenig I Fotos: Veranstalter

Weltrekord in  Ras Al Khaimah: Die Kenianerin Peres Jepchirchir ist mit 65:06 Minuten den schnellsten Halbmarathon der Geschichte gelaufen. Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause musste bei ihrem Halbmarathon-Debüt das Rennen vorzeitig beenden.

Jetzt auf mynextfinish.com registrieren, weniger Startgeld zahlen und Einkaufsgutschein mitnehmen!

Die besten Lauf-Events zum günstigsten Preis!

Wer sucht starke Lauf-Events für 2017, die schon jetzt zum Training motivieren? Hier findest du die besten Lauf-Veranstaltungen und kannst sie gleich zum Sonderpreis buchen! Und deine Registrierung wird mit 10 Euro belohnt!

mehr erfahren

Peres Jepchirchir ist die neue Halbmarathon-Weltrekordlerin. Die 23-jährige Kenianerin gewann den hochkarätig besetzten Ras Al Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Freitagmorgen in 65:06 Minuten. Damit unterbot sie bei guten Wetterbedingungen die vor zwei Jahren von ihrer Landsfrau Florence Kiplagat in Barcelona aufgestellte Bestzeit um drei Sekunden. Nur sieben Sekunden hinter Jepchirchir lief Mary Keitany (Kenia) als Zweite mit 65:13 Minuten die viertschnellste je gelaufene Zeit über die 21,0975-km-Strecke. Hinter Keitany folgten ihre Landsfrauen Joyciline Jepkosgei (66:08 min) und Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong (66:43 min). Jepkosgei wurde in dem Wüstenemirat nahe Dubai zur zehntschnellsten Halbmarathonläuferin aller Zeiten. Rang fünf belegte die dreimalige Langstrecken-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) in 66:50 Minuten.

Im gemessen an der absoluten Spitze hochklassigsten Frauen-Halbmarathon aller Zeiten hatte sich ein Zweikampf zwischen Peres Jepchirchir und Mary Keitany entwickelt. Dabei hatte letztlich die dreimalige Ras Al Khaimah-Siegerin Keitany das Nachsehen. Die bisherige Streckenrekordlerin, die vor sechs Jahren bei dem Rennen einen Weltrekord von 65:50 Minuten aufgestellt hatte, musste die Halbmarathon-Weltmeisterin Jepchirchir in der Schlussphase ziehen lassen. Knapp blieb die Siegerin dann unter dem Weltrekord von Florence Kiplagat. „Ich hatte nicht gedacht, dass ich hier heute Weltrekord laufen würde. Ich kann es immer noch nicht glauben - ich danke Gott dafür“, sagte Peres Jepchirchir, die in der Zukunft sicher auch im Marathon für Furore sorgen kann. Bisher ist sie über diese Strecke noch nicht gelaufen. Auf dem Weg zum Halbmarathon-Weltrekord stellte sie mit einer 20-km-Zwischenzeit von 61:40 Minuten auch über diese Distanz einen Weltrekord auf.

Das Weltrekord-Rennen im Video

Gesa Krauses Halbmarathon-Debüt endet frühzeitig

Keinen guten Tag erwischte Gesa Krause (Silvesterlauf Trier). Bei ihrem Debüt über die Halbmarathon-Distanz beendete die 24-jährige 3.000-m-Hindernis-Europameisterin das Rennen nach 15 km vorzeitig, nachdem sie ihr Anfangstempo nicht hatte halten können „Leider konnte ich heute nicht zeigen, was in mir steckt. Ich habe schon ab Kilometer 5 gemerkt, dass ich das angestrebte Tempo nicht halten kann. Ich wäre gerne durchgelaufen, wurde jedoch immer langsamer, so dass ich das Rennen frühzeitig beendet habe“, sagte Gesa Krause, die nicht mit der kleinen Frauengruppe gestartet war, die das Rennen 15 Minuten vor dem Hauptfeld begonnen hatte.

Da die Gruppe um Keitany, Jepchirchir und Dibaba auf Weltrekordtempo lief, wäre Gesa Krause völlig auf sich alleine gestellt gewesen. Um dies zu verhindern, startete die deutsche Hindernis-Rekordlerin zusammen mit anderen Läuferinnen und den Top-Männern gemeinsam mit dem großen Feld. Doch diese kurzfristige, sinnvolle Entscheidung hat am Ende beim Debüt nicht geholfen. „Ich bin soweit gesund, auch wenn ein solches Negativerlebnis nie schön ist. Heute war es eben eine schlechte oder nicht vollendete Leistung. Möglicherweise steckt mir das Trainingslager noch in den Knochen. Ich habe in Kenia gut trainiert, so dass ich positiv in die Zukunft blicke. Es kommen auch wieder gute Rennen, bei denen ich mit einem guten Niveau auf mich aufmerksam machen kann“, erklärte Gesa Krause.

Der Männer-Sieger Bedan Karoki

Karoki_BedanFV-RAK17

Hochklassig war auch der Wettbewerb der Männer, in dem vier Athleten Zeiten unter einer Stunde erzielten. Hier setzte sich der Kenianer Bedan Karoki in 59:10 Minuten auf den letzten Kilometern von seinen Konkurrenten ab. Zweiter wurde Yigrem Demelash (Äthiopien), der nach 59:19 Minuten im Ziel war. Die Kenianer Augustine Choge (59:26 min) und Solomon Yego (59:50 min) belegten die Ränge drei und vier. „Dies ist eine sehr gute Strecke, auf der man richtig schnell laufen kann“, sagte Bedan Karoki. Der 26-jährige Vize-Weltmeister im Halbmarathon unterbot in Ras Al Khaimah seine persönliche Bestzeit um vier Sekunden.

Die Ergebnisse

Männer
1. Bedan Karoki (KEN) 59:10
2. Yigrem Demelash (ETH) 59:19
3. Augustine Choge (KEN) 59:26
4. Solomon Yego (KEN) 59:50
5. Nguse Amlosom (ERI) 60:04
6. Edwin Kipyego (KEN) 60:05
7. Shadrack Kimining (KEN) 60:07
8. Kenneth Keter (KEN) 61:05
9. Gabriel Geay (TAN) 61:13
10. Adugna Takele (ETH) 61:14

Frauen
1. Peres Jepchirchir (KEN) 65:06/Weltrekord
2. Mary Keitany (KEN) 65:13
3. Joyciline Jepkosgei (KEN) 66:08
4. Jemima Sumgong (KEN) 66:43
5. Tirunesh Dibaba (ETH) 66:50
6. Helah Kiprop (KEN) 67:48
7. Rose Chelimo (BRN) 68:37
8. Veronicah Nyaruai (KEN) 69:33
9. Anne-Mari Hyrylainen (FIN) 72:39
10. Etagegn Woldu (ETH) 74:46

Zurück