Emotionale Events erleben
Red Bull 400: Weltklasse-Skispringer auf Abwegen

| Redaktion laufen.de I Fotos: Red Bull Content Pool
Bei den Red Bull 400 in Bischohshofen stellten sich auch Weltklasse-Skispringer den

Bei den Red Bull 400 in Bischohshofen stellten sich am Samstag auch Weltklasse-Skispringer den "härtesten 400 Metern des Lebens". Normalerweise fliegen sie die Schanze in die andere Richtung nach unten. Diesmal mussten sie vom Auslauf nach oben. Wir haben eine Bildergalerie für euch zusammengestellt.

Es waren erbarmungslose 400 Meter mit Steigungen bis zu 79 Prozent - vom Auslauf über den Vorbau bis ganz nach oben ging es zu Fuß und auf allen Vieren beim Red Bull 400. Am Samstag wurde zum ersten Mal in Österreich die Finalschanze der Vierschanzentournee in Bischofshofen erklommen. Rund 1200 Profi- und Hobbyläufer aus 23 Nationen sorgten bei spätsommerlichen Höchsttemperaturen für einen neuen Teilnehmerrekord, 4000 Fans feuerten sie lautstark auf dem Weg nach oben an. Unter den Läufern waren auch vier österreichische Vierschanzentourneesieger, die sich ihrer wohl ungewöhnlichsten Herausforderung auf einer Skisprungschanze stellten.

Bei den Männern bewies Titelverteidiger Ahmet Arslan (Türkei) erneut eindrucksvoll, dass er beim härtesten 400-Meter-Lauf der Welt nicht zu schlagen ist und legte mit 3:17,9 Minuten eine neue Zeit auf der Paul-Ausserleitner-Schanze vor. „Red Bull 400 ist mein Rennen. Es ist wie auf mich zugeschnitten“, so der mehrfache Berglaufweltmeister, der zuvor bereits dreimal am Kulm siegreich war. Knapp hinter ihm ins Ziel kam Matjaz Miklosa (Slowenien; 3:18,6 min), Rang drei sicherte sich der Österreicher Hannes Meissel (3:19,8 min). Eine neue Siegerin gab es bei den Frauen. Lenka Svabikova aus Tschechien hatte die Schanze und die Temperaturen am besten im Griff und erreichte nach 4:32,7 Minuten das Ziel, knapp gefolgt von Katarina Lovrantova (Slowakei; 4:36,6 min). Für ein österreichisches Gesicht auf dem Podium sorgte Veronika Windisch, aus Weiz in der Steiermark, die mit zehn Sekunden Rückstand als Dritte ganz oben auf der Schanze einlief.

An den Start wagten sich auch vier Weltklasse-Skispringer: Die Österreicher Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Thomas Diethart hielten in Bischofshofen schon den Pokal des Vierschanzentourneesiegers in Händen. In der Sommerpause lernten die ÖSV Adler die legendäre Paul-Ausserleitner-Schanze nun aus einem etwas anderen Blickwinkel kennen und tauschten für die 4x100-Meter-Staffel ihre Ski gegen die Laufschuhe. „Am Schluss haben die Füße nicht mehr das gemacht, was ich wollte. Vollsten Respekt an alle, die hier die ganzen 400 Meter gelaufen sind“, so Überflieger Stefan Kraft, der auf seiner Heimschanze den Part des Schlussläufers über den Anlauf der Schanze übernommen hatte.

In der traditionellen Firefighter-Staffel bewiesen 61 Feuerwehrteams außergewöhnlichen Teamgeist und stürmten in voller Montur von unten nach oben auf die Skisprungschanze. Die beste Mannschaftsleistung bewies die Südtiroler FF Unterinn/Ritten.