Red Bull All In: Bei minus 15 Grad über die Hindernisse

| Text: Redaktion laufen.de | Fotos: Veranstalter

Schnee, klarer Himmel, minus 15 Grad: Die Premiere des Hindernisrennen Red Bull All In an der Heini-Klopfer Skiflugschanze in Oberstdorf raubte den 500 Teilnehmern buchstäblich den Atem.

Red Bull All In: Das Winterrennen im Video

Brennende Lungen, gefrierender Atem und salziger Schweiß: Bei Red Bull All In, dem wohl härtesten Obstacle Race des Winters, wagten sich am Samstag Hobbysportler, Hindernisläufer und die Welt-Elite der OCR Athleten an ein einzigartiges, neues Rennformat. 500 angemeldete Teilnehmer gingen bereits in den frühen Morgenstunden an den Start. 15 Hindernisse auf 2,5 Kilometern galt es zu bewältigen.

Eisige Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius und ein herausfordernder Rennkurs erschwerten die Bedingungen. Drei Runden und acht Stunden später stehen Nicole Mericle (USA) und Christoph Birkner (GER) als Gewinnerin und Gewinner des weltweit ersten Red Bull All In ganz oben auf dem Treppchen.

Einer der härtesten Wettkämpfe für OCR-Spezialisten

„Mit Temperaturen von bis zu minus15 Grad, anspruchsvollen Hindernissen und drei harten Runden im direkten 1:1 mit unfassbar guten Athleten war Red Bull All In einer der härtesten Wettkämpfe an dem ich jemals teilgenommen habe,“ so der deutsche OCR Athlet und Gewinner des ersten Red Bull All In, Christoph Birkner.

Dabei kam es zum Schluss fast zu einem Fotofinish. Nur ein guter Meter trennten Birkner beim Überqueren der Ziellinie von Leon Kofoed aus Dänemark im Finale der 30 besten Männer. Der 29-Jährige Bremer bewältigte den 2,5 Kilometer langen Rennkurs und die 15 Hindernisse in 22 Minuten und drei Sekunden.

Bei den Frauen ist die OCR-Weltmeisterin am schnellsten

Im Finale der 30 schnellsten Frauen konnte sich die amtierende OCR-Weltmeisterin in der Kurzdistanz, Nicole Mericle bereits vor dem letzten, alles entscheidenden Hindernis „All In Or Nothing“ von ihren Konkurrentinnen absetzen. Mit deutlichem Vorsprung überquerte die US-Amerikanerin nach 24 Minuten und 36 Sekunden auf der eisigen Strecke die Ziellinie.

Vom Beach in den Schnee: Olympiasieger Julius Brink am Start

Neben vielen passionierten OCR Athleten war – dick eingepackt, mit Handschuhen und Mütze – auch der ehemalige deutsche Beachvolleyballer, Julius Brink am Start des ersten Red Bull All In. Auch wenn für den Weltmeister und Olympiasieger bereits nach der ersten Runde Schluss war, zeigte er sich begeistert von der Premiere: „Heiß, kalt, Feuer und Eis. Dieser Wettkampf ist wirklich hart. Zwischenzeitlich ärgert man sich über sich selbst, weil man feststellt, dass man doch nicht fit genug ist. Aber das Gefühl beim Überqueren der Ziellinie ist dann schon ziemlich cool,“ so Julius Brink.

Besonders beeindruckt war er von der tollen Atmosphäre zwischen den Sportlern im Wettbewerb: „Es macht einfach Spaß mit solch fitten Athleten im Wettkampf zu sein. Hart war das Durchqueren des eisigen Baches oder sich die unzähligen Stufen der Skiflugschanze hoch zu quälen.“

„Perfekte Bedingungen und tolle Gewinner - wir sind sehr zufrieden mit der Red Bull All In Premiere, auch wenn es ruhig ein bis zwei  Grad wärmer hätte sein können,“ so Vanessa Gebhardt, OCR Elite Athletin und sportliche Sprecherin von Red Bull All In nach der Siegerehrung an der Heini-Klopfer Skiflugschanze. Vanessa weiter: „Das letzte Hindernis ‘All In Or Nothing‘ hatte es schon wirklich in sich. Aber das war genau, was wir erreichen wollten. Wir wollten ein Rennen bieten, das besonders ist und auf das man sich auch gut vorbereiten muss. Hindernislauf ist ein Extremsport und dafür soll Red Bull All In auch stehen.“

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