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Olympia in Rio: Jemima Sumgong gewinnt Marathon-Gold

| Martin Neumann, Jörg Wenig, Christian Fuchs I Foto: imago
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Die kenianische Marathonläuferin Jemima Sumgong hat Gold bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewonnen. Die 31-Jährige setzte sich am Sonntag in 2:24:04 Stunden durch. Es war der erste Marathon-Olympiasieg einer kenianischen Frau. Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg) zeigte als 44. eine gute Leistung. Die Hahner-Zwillinge Anna und Lisa liefen Hand in Hand auf den Positionen 81 und 82 ins Ziel.

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Kenia stellt zum ersten Mal die Olympiasiegerin im Marathon: Jemima Sumgong gewann das Rennen bei hohen Temperaturen von rund 25 Grad Celsius in starken 2:24:04 Stunden vor ihrer früheren Landsfrau Eunice Kirwa, die inzwischen für Bahrain startet und nach einer spannenden Schlussphase nach 2:24:13 im Ziel war. Die amtierende Marathon-Weltmeisterin Mare Dibaba (Äthiopien) gewann die Bronzemedaille mit 2:24:30. Vierte wurde ihre Landsfrau Tirfi Tsegaye in 2:24:47 vor Volha Mazuronak (Weißrussland/2:24:48) sowie den beiden US-Amerikanerinnen Shalane Flanagan (2:25:26) und Desiree Linden (2:26:08).

Mit der 31-jährigen Jemima Sumgong gewann eine Läuferin, die im Vorfeld zum engen Kreis der Favoritinnen zählte. Sie hatte im Frühjahr trotz eines Sturzes den hochkarätigen London-Marathon gewonnen. In Rio ließ sie auf den letzten Kilometern zunächst Mare Dibaba und dann knapp einen Kilometer vor dem Ziel auch Eunice Kirwa hinter sich.

Anja Scherl zeigte auch bei ihrem ersten Meisterschafts-Marathon und ihrem ersten Hitze-Rennen über die klassischen 42,195 km eine überzeugende Leistung. Die 30-Jährige der LG Telis Finanz Regensburg hielt ihr Tempo bei den schwierigen Bedingungen sehr gut durch und belegte Platz 44 in 2:37:23 Stunden. Anja Scherl arbeitete sich dabei mit ihrem gleichbleibenden Tempo kontinuierlich nach vorn: Nach 5 km lag sie auf Rang 85, am Halbmarathon-Punkt war sie 65., und bei 30 km lag sie bereits auf Platz 50.

Auch für Anna und Lisa Hahner (beide Run2Sky/Gengenbach) war es der erste Meisterschafts-und der erste Hitze-Marathon. Sie liefen von Beginn an ein verhalteneres Tempo als Anja Scherl und mussten sich am Ende, gemeinsam auf der Zielgerade laufend, mit den Rängen 81 und 82 zufrieden geben: Anna erreichte 2:45:33, Lisa war eine Sekunde langsamer.

Eine gemessen an ihren Rahmenbedingungen gute Leistung zeigte Andrea Mayr. Die Österreicherin, die als Ärztin ebenso wie die im Software-Bereich tätige Anja Scherl einen Vollzeit-Job ausübt, belegte Rang 64 mit 2:41:52.  Die Berlinerin Mayada Al-Sayad - für Palästina startend - lief auf Rang 67 in 2:42:28 Stunden. Nur zweieinhalb Minuten fehlten ihr zur Bestzeit.

Hand in Hand ins Ziel

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Das sagen die drei deutschen Läuferinnen

Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg)

Bis Kilometer 30 habe ich mich gut gefühlt, dann ist es schwer geworden. Ich musste total kämpfen. Es war hinten raus eine sehr gute Stimmung. Hier einzulaufen, war richtig klasse. Ich freue mich, dass ich so durchgekommen bin. Ich hatte mir kein Bild gemacht, welcher Platz realistisch ist. Ich bin froh, dass es so gut lief. Jetzt lege ich erst einmal die Füße hoch.

Anna Hahner (run2sky.com)

Es war ein krasses Gefühl, beim größten Sportereignis der Welt zusammen laufen zu dürfen, auch wenn es richtig, richtig hart war. Es war eine Ehre, diesen Marathon laufen zu dürfen.

Lisa Hahner (run2sky.com)

Anna ist schneller angegangen. Dann musste sie auf Toilette und wir waren in einer Gruppe. Dann hatte Anna aber gesagt: Geh du vor. Es war traumhaft, gemeinsam über die Ziellinie zu gehen.n

Der Renn-Ticker

17:20 Uhr: Martin Neumann verabschiedet sich damit vom Live Ticker. Später gibt's hier die Reaktionen der deutschen Läuferinnen und der Medaillengewinnerinnen!

17:18 Uhr: Und sie kommen zusammen ins Ziel: Anna und Lisa Hahner laufen auf den Plätzen 81 und 82 Hand in Hand isn Ziel! In 2:45:32 bzw. 2:45:33. Aber die Zeit ist natürlich nur Nebensache. Glückwunsch!

17:14 Uhr: Da kommt die Berlinerin Mayada Al-Sayad. Sie läuft für Palästina auf Rang 67 in 2:42:28 Stunden. Nur zweieinhalb Minuten über Bestzeit - und das bei diesem Wetter. Eine starke Leistung!

17:07 Uhr: Da ist Anja Scherl! Rang 44 in 2:37:23 Stunden. GROSSEN GLÜCKWUNSCH!!! Die 30-Jährige hat alles gegeben. Vor einem Jahr hätte sie wohl niemals mit einem Rio-Start gerechnet.

17:03 Uhr: Warten auf Anja Scherl! Sie lag bei Kilometer 40 auf Rang 46 mit 2:29:13 Stunden. Die Schweizerin Maja Neuenschwander wird 29. mit 2:34:27 Stunden.

16:57 Uhr: Wirklich tolle Zeiten bei diesen heißen Temperaturen. Hier die Top acht:
1. Jemima Jelagat Sumgong (KEN) 2:24:04
2. Eunice Jepkirui Kirwa (BRN) 2:24:13
3. Mare Dibaba (ETH) 2:24:30
4. Tirfi Tsegaye (ETH) 2:24:47
5. Volha Mazuronak (BLR) 2:24:48
6. Shalana Flanagan (USA) 2:25:26
7. Desiree Linden (USA) 2:26:08
8. Rose Chelimo (BRN) 2:27:36

16:55 Uhr: Jemima Sumgong gewinnt! Sie holt das erste Olympia-Gold im Frauen-Marathon nach Kenia. Herzlichen Glückwunsch! Inoffizielle 2:24:04 Stunden. Eunice Kirwa (Bahrain) in 2:24:13 Stunden Zweite. Mare Dibaba gewinnt in 2:24:30 Stunden Bronze!

16:54 Uhr: Jemima Sumgong ist nicht mehr einzuholen!

16:53 Uhr: Jemima Sumgong weiter knapp vorn. Noch 500 Meter!

16:52 Uhr: Eunice Kirwa muss abreißen lassen. Ist das die Entscheidung? 6,7 Meter beträgt der Vorsprung. Noch 1000 Meter!

16:51 Uhr: Noch 1,5 km. Wer macht das Rennen? Jemima Sumgong oder Eunice Kirwa (Bahnrain), die gebürtige Kenianerin?

16:49 Uhr: Jemima Sumgong mach Druck. 2:17:02 Stunden bei Kilometer 40. Wird sie die erste Marathon-Olympiasiegerin Kenias? Damit würde der 14. August zum Feiertag im Läuferland!

16:48 Uhr: Aber nun zur Spitze. Noch knapp drei Kilometer. Und Weltmeisterin Mare Dibaba hat Probleme!

16:47 Uhr: Auch die Hahner-Zwillinge sind bei Kilometer 35. Lisa Hahner ist 85. mit 2:15:53 h, Anna Hahner auf Platz 88 in 2:16:12 Stunden. Die Berlinerin Mayada Al-Sayad (Palästina) ist bei dieser Marke 76. in 2:14:15 Stunden.

16:44 Uhr: Tolle Kulisse am Meer - doch die Spitzenläuferinnen haben dafür natürlich keine Augen.

16:41 Uhr: Noch immer ein Trio an der Spitze: Eunice Kirwa (Bahnrain), Mare Dibaba (Äthiopien) und Jemima Sumgong (Kenia). Novch vier Kilometer. Ist das spannend!

16:40 Uhr: Blicken wir zu Anja Scherl. Die 35 km Zwischenzeit: Platz 48 in 2:09:18 Stunden. Für die letzten fünf Kilometer braucht sie knapp 19:30 Minuten. Maja Neuenschwander (Schweiz) ist 26. mit 2:06:24.

16:37 Uhr: Eunice Kirwa (Bahnrain) tritt bei 36 km aufs Gas. Nur Weltmeisterin Mare Dibaba (Äthiopien) und Jemima Sumgong (Kenia) können folgen. Ist das die Entscheidung um die Medaillen?

16:34 Uhr: Spannende Renn-Phase! Die Spitzenläuferinnen blicken sich in die Augen, belauern sich. Keine will als Erste attackieren. Shalane Flanagan hat wieder Probleme. Auch Rose Chelimo (Bahnrain).

16:32 Uhr: 2:00:31 Stunden für die Spitze bei Kilometer 35. Noch immer sieben Läuferinnen vorn. Desiree Linden (USA) hat 31 Sekunden Rückstand als Achte.

16:30 Uhr: Gleich kommt die Spitze zum 35 km. Wer wagt die erste Attacke? Die Entscheidung fällt übrigens nicht im Olympiastadion in Rio. Ziel ist wie Start im Sambódromo mit der langen, langen Zielgeraden.

16:28 Uhr: Shalane Flanagan (USA) ist wieder dran an der Spitzengruppe, sie muss aber kämpfen.

16:25 Uhr: Auch Anna und Lisa Hahner bei 30 km: 89. Lisa Hahner (1:55:21 h), 93. Anna Hahner (1:55:42 h).

16:20 Uhr:  Wo ist Anja Scherl bei 30 km? Da ist die Bayreutherin - Rang 50 in 1:49,41 Stunden. Wieder zehn Plätze gutgemacht! Eine starke Leistung der Spätstarterin. Hier gibt's ihre beeindruckende Geschichte!

16:17 Uhr: Attacke bei Kilometer 30. Tirfi Tsegaye - mit 2:19:41 h die Nummer eins der Welt - drückt aufs Tempo. Shalane Flanagan (USA) kann nicht mehr mithalten, ist ein paar Meter zurück. Auch Volha Mazuronak muss kämpfen.

16:15 Uhr: Die Spitze erreicht die 30 km. 1:43:21 Stunden für die Top sieben. Das läuft auf eine Endzeit auf etwa 2:25 Stunden hinaus. Eine Weltklasse-Leistung bei den warmen Temperaturen.

16:11 Uhr: Volha Mazuronak sieht and der Spitze sehr gut aus. Das wäre eine große Überraschung, wenn die Weißrussin eine Medaille gewinnen sollte. Seit 2012 läuft die 27-Jährige Marathon und verbesserte sich in dieser Zeit von 2:33 auf 2:23 Stunden.

16:07 Uhr: Zwischenzeit für die Hahner-Schwestern: 94. Lisa Hahner (95:25 min), 98. Anna Hahner (95:44 min).

16:04 Uhr: Weiter drückt an der Spitze die Weißrussin Volha Mazuronak aufs Tempo, sodass Amy Cragg (USA) den Anschluss verliert. Auch Helah Kiprop (Kenia) muss abreißen lassen. Nun ruhen Kenias-Hoffnungen auf Jemima Sumgong.

16:03 Uhr: Nun ist auch Anja Scherl bei Kilometer 25. Rang 60 und 91:37 min für die Läuferin der TG Telis Finanz Regensburg. Wieder acht Plätze nach vorn auf fünf Kilometern, aber die nächste Läuferin ist knapp 20 Sekunden voraus! Die Hahner-Twins folgen gleich.

15:59 Uhr: Bei 25 km (und rund 25 Grad!) weiter neun Läuferinnen vorn (86:07 min). Desiree Linden hat als Zehnte schon 30 Sekunden Rückstand. Auf Rang 29. Die Schweizerin Maja Neuenschwander (89:19 min).

15:57 Uhr: Die Äthioperinnen Tsegaye und Dibaba laufen sehr clever, halten sich zurück. SIe lauern auf ihre Chance!

15:53 Uhr: Noch neun Läuferinnen an der Spitze. 2xKenia, 2xÄthiopien, 2xUSA, 1xWeißrusland, 2xBahrain (mit zwei gebürtigen Kenianerinnen).

15:51 Uhr: Weiter zu den Halbmarathonzeiten des DLV-Trios: Anja Scherl (77:06 min; Platz 65), Lisa Hahner (79:57 min; Platz 95), Anna Hahner (80:28 min; Platz 106).

15:49 Uhr: Visiline Jepkesho (Kenia) msuss abreißen lassen. Die Folge des Tempodiktats der Weißrussin Volha Mazurona.

15:46 Uhr: Die Hahner-Zwillinge auf Platz 97 (Lisa; 75:37 min) und 104 (Anna; 76:01 min). Anna Hahner hatte in der Rio-Vorbereitung einige Probleme. So konnte sie nach einem heftigen Rennrad-Sturz Ende Juni über viele Tage nicht trainieren.

15:44 Uhr: Zu den Deutschen. 20 km: Anja Scherl macht zwischen 15 und 20 km zehn Plätze gut. Nun auf Rang 68 in 73:02 min. Sie ist auf diesen 5 km nur 46 Sekunden langsamer als die Spitze.

15:43 Uhr: Und der Hamalbmarathon. 72:56 Minuten für die Spitze.

15:39 Uhr: Wir warten auf die Zwischenzeit bei 20 km. 69:07 Minuten! 13 Läuferinnen binnen zwei Sekunden an der Spitze.

15:36 Uhr: Die Weißrussin Volha Mazuronak schließt zur Spitze auf. Sie ist eine ehemalige Geherin. In London lief sie mit 2:23:54 h Bestzeit.

15:32 Uhr: Eine Top-Favortin ist raus! Tigist Tufa (Äthiopien) geht mit Fußproblemen aus dem Rennen! Sie war im April in London Zweite und zählte zu den Medaillenkandidatinnen.

15:30 Uhr: Neben den Hahner-Zwillingen und den Liuk-Drillingen ist noch ein weiteres Zwillingspaar am Start: Hye-Song Kim und Hye-Gyong Kim aus Nordkorea.

15:26 Uhr: Anja Scherl bei 15 km auf Platz 78 in 54:52 min. Anna und Lisa Hahner laufen zusammen, 56:33 min bei 15 km. Etwa Position 100.

15:23 Uhr: 15 km: 51:43 min für die Spitzengruppe. Noch 16 Läuferinnen binnen sechs Sekunden. Wir warten auf das deutsche Trio.

15:19 Uhr: Die Nummer drei Kenias, Visiline Jepkesho, sorgt für die Pace. Sie hat diesen April den Paris-Marathon gewonnen und war 2015 in Peking WM-20. Desiree Linden ist wieder zurück in der Spitzengruppe.

15:15 Uhr: Die Äthiopierinnen lassen die Läuferinnen aus Kenia und den USA fürs Tempo sorgen. Sie schonen ihre Kräfte für die entscheidenden Kilometer.

15:11 Uhr: Die US-Amerikanerin Desiree Linden verliert den Anschluss zur Spitze. Da waren es nur noch 12. 3xKenia, 3xÄthiopien, 2xBahrain, 2xNordkorea, 2xUSA.

15:07 Uhr: Die Zwischenzeiten der Deutschen: Anja Scherl 36:11 min auf Platz 77. Anna Hahner 36:48 min auf Platz 93. Lisa Hahner 37:31 min auf Platz 106.

15:05 Uhr: Die Zwischenzeit bei 10 km lautet 34:22 Minuten. Das ist bei diesem Wetter ein sehr schnelles Tempo. Das geht auf eine Endzeit von 2:25 Stunden hinaus!

15:01 Uhr: Die Spitzengruppe wird immer kleiner. Nur noch 13 Läuferinnen sind dabei - angeführt wird das Feld von Desiree Linden (USA).

14:56 Uhr: Die Halbmarathon-Europameisterin ist raus! Sara Moreira geht aus dem Rennen.

14:52 Uhr: Das erwartete Bild: Die Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien machen an der Spitze Druck. Sie wollen speziell die starken Läuferinnen aus Japan, Portugal und Italien unter Druck setzen.

14:48 Uhr: Zwischenzeit 5 km: 17:23 Minuten für die Spitze. Anja Scherl (18:06 min),  Anna Hahner (18:13 min), Lisa Hahner (18:35 min). Plätze zwischen 85 und 95.

14:46 Uhr: Das Tempo an der Spitze beträgt etwa 3:30-3:35 Minuten pro Kilometer. Da ist eine ordentliche Pace unter der „Winter-Sonne“ Rios.

14:43 Uhr: Die Läuferinnen absolvieren zunächst vier Kilometer, dann folgt ein dreimal zu durchlaufender Rundkurs à 10 Kilometer und eine Abschlussrunde Richtung Sambódromo.

14:39 Uhr: Es ist seit der Premiere 1984 in Los Angeles der neunte Olympia-Marathon für die Frauen. Eine Olympiasiegerin aus Kenia gab’s noch nie. Das will das Trio aus dem Läuferland Kenia in Rio nur zu gern ändern. Eine Liste der Favoritinnen gibt’s unten.

14:35 Uhr: Die Favoritinnen lassen es ruhig angehen. Schließlich gibt’s anders als bei den großen City-Rennen keine Tempomacherinnen.

14:30 Uhr: Auf geht's Anja Scherl, Anna und Lisa Hahner. Es sind eure olympischen 42,195 Kilometer! Außerdem für Palästina am Start: die Berlinerin Mayada Al-Sayad.

14:27 Uhr: Hallo & herzlich Willkommen bei unserem Live-Ticker! Ein Riesenfeld geht auf die Strecke. 157 Marathonläuferinnen stehen am Start im Sambódromo von Rio. Mehr als jemals zuvor bei einem olympischen Frauen-Marathon. Die alte Rekordmarke lag bei 116 Starterinnen (2012 in London).

Das waren die Favoritinnen

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Jemima Sumgong (Kenia) I Bestzeit: 2:20:41

Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Peking 2015 war Jemima Sumgong Vierte. Sie lag dabei nur drei Sekunden hinter der Bronzemedaillengewinnerin. Doch im April dieses Jahres gewann sie den hochklassigen London-Marathon. Durch diesen Erfolg beim bestbesetzten City-Marathon des Jahres gehört sie automatisch zu den Gold-Kandidatinnen für Rio. In London gewann sie dabei trotz eines Sturzes in 2:22:58 Stunden. Bei diesem Sturz kam unter anderen auch Mary Keitany zu Fall, deren Ergebnis am Ende nicht zur Rio-Nominierung reichte. Sumgongs schnellste Zeit kommt vom Boston-Marathon 2014, als sie in 2:20:41 Vierte wurde.

Helah Kiprop (Kenia) I Bestzeit: 2:21:27

Helah Kiprop gewann im Februar den Tokio-Marathon mit einer persönlichen Bestzeit von 2:21:27 Stunden. Das war ihr bisher größter Marathonsieg. Im vergangenen Jahr wurde sie in Peking Vize-Weltmeisterin und verpasste die Goldmedaille dabei nur um eine Sekunde. Im Endspurt unterlag sie der Äthiopierin Mare Dibaba, die in Rio erneut zu ihren Gegnerinnen zählen wird. Ihre Nominierung für Rio kam eher überraschend angesichts der großen Erfolge anderer Kenianerinnen bei den bedeutenden City-Marathonrennen.

Mare Dibaba (Foto; Äthiopien) I 2:19:52

Als amtierende Weltmeisterin geht Mare Dibaba in Rio an den Start. Bei den globalen Titelkämpfen in Peking hatte sie vor einem Jahr bewiesen, dass sie bei hohen Temperaturen in einem Meisterschaftsrennen sehr gut laufen kann. Schnell war sie in der Vergangenheit ebenfalls schon. Zweimal lief sie ihre Bestzeit von 2:19:52 Stunden - zunächst in Dubai, wo sie 2012 Platz drei belegte, dann im chinesischen Xiamen, wo sie Anfang 2015 gewann. In diesem Jahr lief sie beim London-Marathon auf Rang sechs. Mare Dibaba war bereits 2012 bei Olympia in London am Start. Damals kam sie jedoch nicht über Rang 22 hinaus.

Tirfi Tsegaye (Äthiopien) I Bestzeit: 2:19:41

Tirfi Tsegaye ist eine sehr erfahrene Marathonläuferin, die schon 2008 erstmals über die klassische Distanz startete und eine Reihe von großen Erfolgen vorweisen kann. So gewann sie zweimal in Dubai, in Paris sowie 2014 auch in Berlin. In Dubai steigerte sie sich in diesem Januar auf 2:19:41 Stunden. Mit dieser Zeit führt Tsegaye nach wie vor die Jahresweltbestenliste an. Da die oft superschnellen Zeiten auf der extrem flachen Dubai-Strecke die äthiopischen Funktionäre bei der Nominierung nicht mehr alleine überzeugen, lief Tirfi Tsegaye im April zudem den Boston-Marathon. Auf der schweren Strecke wurde sie Zweite und sicherte sich damit das Rio-Ticket. Der olympische Marathon wird allerdings bereits ihr dritter in diesem Jahr sein, was ein Nachteil sein dürfte. Bei der WM 2015 war sie Achte.

Tigist Tufa (Äthiopien) I Bestzeit: 2:21:52

Tigist Tufa überraschte vor einem Jahr mit ihrem Sieg beim London-Marathon in 2:23:22 Stunden. Ein halbes Jahr zuvor hatte sie 2014 den Shanghai-Marathon mit ihrer nach wie vor aktuellen Bestzeit von 2:21:54 gewonnen, beim Dubai-Marathon 2015 war sie danach im Januar ausgestiegen. Bei den Weltmeisterschaften in Peking folgte im Sommer 2015 ein sechster Rang, im November startete sie dann auch noch in New York und wurde Dritte. Jetzt lief sie im Frühjahr in London auf Platz zwei. Es sind viele Rennen in relativ kurzer Zeit, die sich in Rio nachteilig auswirken können. Ihre Nominierung war eher überraschend angesichts der starken Konkurrenz in Äthiopien.

Kayoko Fukushi (Japan) I Bestzeit: 2:22:17

Kann Kayoko Fukushi die afrikanischen Läuferinnen überraschen? Das scheint nicht ausgeschlossen, da es keine herausragende Favoritin unter den Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien gibt. Mit einer Steigerung auf 2:22:17 Stunden gewann die 34-Jährige Ende Januar den Osaka-Marathon und qualifizierte sich damit für das hart umkämpfte japanische Marathon-Olympia-Team. Die Marathon-WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2013, die auch über eine sehr gute Grundschnelligkeit verfügt, bereitet sich seitdem auf den olympischen Marathon vor, der in Japan einen unglaublichen Stellenwert hat. Zwei japanische Marathon-Olympiasiegerinnen gab es in der jüngeren Vergangenheit: Naoko Takahashi gewann 2000 in Sydney, Mizuki Noguchi siegte in Athen 2004.

Shalane Flanagan (USA) I Bestzeit: 2:21:14

Shalane Flanagan hat schon einmal bei Olympischen Spielen überrascht: 2008 in Peking gewann sie die Bronzemedaille über 10.000 m und erzielte dabei mit einer Zeit von 30:22,22 Minuten einen amerikanischen Kontinentalrekord. Die US-Amerikanerin, die in der Nähe von Boston aufwuchs und einst durch das historische Marathonrennen dort motiviert wurde, hat eine Bestzeit von 2:21:14 Stunden, die sie als Dritte des BMW Berlin-Marathons 2014 aufstellte. In der Folge kam die meisterschafts-erfahrene Läuferin an derartige Zeiten nicht mehr heran. Doch vor kurzem zeigte sie mit einer starken Halbmarathon-Bestzeit von 67:51 Minuten in San Diego, dass mit ihr in Rio zu rechnen ist.