Schöner lässt sich Köln kaum erlaufen

Der OBI-Brückenlauf ist wieder da
Schöner lässt sich Köln kaum erlaufen

| Text: Bodo Höche | Fotos: imago/mika, Adobe Stock/RalfenByte, ASV Köln

Vielen Laufenthusiasten aus Köln und Umgebung dürfte in diesem Jahr ein Stein vom Herzen gefallen sein. Der Brückenlauf des ASV Köln ist wieder da. Nach einem Jahr Pause warten am 8. September wieder die beeindruckenden Rheinquerungen mit einzigartigen Aussichten auf die Läufer in Köln.

Vielen Laufenthusiasten aus Köln und Umgebung dürfte in diesem Jahr ein Stein vom Herzen gefallen sein. Der Brückenlauf des ASV Köln ist wieder da. Nach einem Jahr Pause warten am 8. September wieder die beeindruckenden Rheinquerungen mit einzigartigen Aussichten auf die Läufer in Köln.

Zusammen mit dem neuen Hauptsponsor Obi will der ASV Köln eine der ältesten Laufveranstaltungen am Rhein in eine glanzvolle Zukunft führen. Mehr als 3000 Teilnehmer werden am Start im Rheinauhafen in unmittelbarer Nähe des Deutschen Sport- und Olympiamuseums erwartet. Sie sollen das Laufen und die Stadt feiern. Schon am Start wird deutlich, was den Brückenlauf so einzigartig macht: Die Läufer erleben die 2000 Jahre lange Geschichte der Stadt am Rhein hautnah. Von den modernen Kranhäusern, den neuen Wahrzeichen der Stadt, über die Poller Wiesen auf der anderen Rheinseite bis zu den faszinierenden Domblicken, die sich so nur von den Kölner Brücken bieten.

Darüber freut sich die ganze Laufszene im Rheinland – zumal der Brückenlauf des ASV Köln 2018 wegen der hohen Beanspruchung des Gesamtvereins aufgrund des Umbaus und der Sanierung der vereinseigenen Sportanlagen in der Nähe des Kölner Rheinenergie-Stadions nicht stattfinden konnte. Mittlerweile ist der Umbau der Clubanlagen zur Heimstätte eines modernen Sportvereins mit Premium-Fitnessanlagen abgeschlossen. Im Kölner Stadtteil Müngersdorf bietet der Traditionsverein jetzt Fitness-Sportlern, Leichtathleten, Kindern, Familien und vor allem auch Läufern perfekte Trainingsbedingungen in familiärer Atmosphäre. Wo findet man schon eine Fitnessanlage auf höchstem Niveau mit 400-Meter-Kunststoffbahn, die mitten in einer der schönsten Grünanlagen der Stadt gelegen ist?

Dort trainiert mit Klaus-Jürgen alias „Knacki“ Deuser auch ein Sportler, den viele als Comedian aus dem Fernsehen kennen. Er ist ein begeisterter und ambitionierter Läufer, der für den ASV bei deutschen und internationalen Titelkämpfen der Senioren über die Mittelstrecken startet. Natürlich kennt er auch den Brückenlauf und ist begeistert von dem Traditions-Event: „Köln hat sieben Brücken, da muss man einfach drüberlaufen. New York hat den Empire State Building-Run und den New York City-Marathon, Köln den Brückenlauf.“

„Köln sieht von Brücken einfach gigantisch aus"

Und 2019 wird der Brückenlauf nach einem Jahr Pause besser als je zuvor zurückkommen. Das hat auch viel mit der neuen Partnerschaft zwischen dem ASV und der Baumarktkette Obi zu tun. Seit diesem Jahr sind mit dem Brückenlauf und dem Nachtlauf, der immer im Mai auch am Rhein stattfindet, die beiden Top-Events des ASV Köln in einer Partnerschaft mit Obi verbunden. Die nutzt das Unternehmen auch, um die eigenen Mitarbeiter zur sportlichen Aktivität zu animieren. Bei beiden Läufen ist seit diesem Jahr immer eine große Gruppe von Obi-Läufern am Start. „Der Nacht- und der Brückenlauf sind Traditionsveranstaltungen. Wir freuen uns, mit dem Partner Obi die beiden Events unter einem starken Dach als Obi-Laufserie vereinen zu können“, sagt ASV-Geschäftsführer Alexander Mronz. Und für die Baumarkt-Handelskette macht Lucio Paolo Torroni, Geschäftsführer Human Resources, klar: „Für das Unternehmen Obi ist ein sportliches Mitarbeiterangebot essenzieller Bestandteil in seiner Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Eine Laufserie am Ufer des Rheins ist dafür genau die richtige Aktivität. Wir freuen uns, mit dem ASV Köln einen sportlichen Partner im Herzen Kölns gefunden zu haben.“

Auch Knacki Deuser freut sich über das Engagement der Bau-Profis, das so wichtig für die Zukunft des Laufes ist: „Es ist wirklich einer der schönsten Volksläufe, die ich kenne. Egal ob Hohenzollernbrücke, Severinsbrücke, Deutzer Brücke oder Mülheimer Brücke – Köln sieht von den Brücken einfach gigantisch aus.“

Anna Gehring hat Chancen auf den Sieg

Und es ist nicht nur der permanente Panoramablick auf die Domstadt, die den Lauf so attraktiv machen. Die über 15 Kilometer lange Strecke ist auch eine Herausforderung. Denn um den Rhein zu überqueren, sind auf den Brücken auch jedes Mal ein paar Höhenmeter zu absolvieren. Ungewöhnlich im sonst so flachen Köln. Eigentlich wollte Knacki Deuser natürlich bei der 38. Auflage des Brückenlaufs dabei sein. Aber andere Pläne machen ihm einen Strich durch die Rechnung: Im September finden die Senioren-Europameisterschaften der Leichtathleten in Venedig statt. Und da will es der 57-Jährige noch einmal wissen: Nachdem er bei der Senioren-WM 2018 über 800 Meter bis ins Halbfinale vorstieß, will er in Venedig seine Altersbestzeit von 2:19,34 auf 2:15 Minuten steigern. Der Brückenlauf ist dann 2020 wieder dran, bei der 39. Ausgabe.

Eine andere prominente ASV-Läuferin wird dagegen am 8. September nicht nur am Start sein, sondern hat auch gute Chancen zu gewinnen: Mit der erst 22 Jahre alten Anna Gehring hat der Verein eine der besten deutschen Läuferinnen in seinen Reihen. Die Kölnerin holte im vergangenen Jahr bei der Crosslauf-EM in der U23-Klasse Silber, mit der deutschen Mannschaft gewann sie sogar den Titel. Und auch sie freut sich, am 8. September ihre Stadt laufend von der schönsten Seite zu erleben.