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Wenn's dunkel wird
Alles, was du über Stirnlampen wissen musst

Wenn die Tage kürzer werden, kannst du deinen Lauftag ganz einfach verlängern: mit einer Stirnlampe. Hier liest du, worauf es beim Stirnlampen-Kauf ankommt.

Die Tage werden im Winter immer kürzer, doch deinen Lauftag kannst du ganz einfach verlängern: mit einer Stirnlampe. Unser Experte und Podcaster Jan Fitschen läuft oft mit Stirnlampe. Hier schreibt er, was du beim Kauf beachten musst.

Bei richtig guten Stirnlampen ist der Lichtkegel so eingestellt, dass er den Bereich ausleuchtet, auf den es beim Laufen ankommt. Ein etwas breiterer Kegel ist von Vorteil. Er lässt den Läufer auch seitlich in den Weg ragende Hindernisse wie Äste erkennen. Eine Spotlight-Einstellung ist zum Laufen ungeeignet. Aber auch Lampen mit geringer Lumenzahl können blenden. Also: Rücksicht nehmen. Entgegenkommende Läufer, aber auch Rad- und Autofahrer freuen sich, wenn du deine Lampe so einstellst, dass du den Weg vor dir ausleuchtest, aber deine Stirnlampe nicht als Scheinwerfer benutzt. Da auf stärker frequentierten Strecken nicht nur das Sehen, sondern vor allem das Gesehenwerden wichtig ist, bieten einige Stirnlampen neben der weißen LED vorne auch eine rot blinkende LED an der Rückseite des Stirnbandes. So wird man von Autofahreren auch von hinten schnell gesehen.

Eine etwas stärkere Lampe sollte dann zum Einsatz kommen, wenn es eben doch ab und zu über Wald- und Feldwege geht, die nicht ganz so eben sind. Hier kommen einem zumeist auch deutlich weniger Menschen entgegen, und daher ist es völlig in Ordnung, wenn der Lichtkegel größer ist und heller strahlt. Eine Lampe mit 180 Lumen kann es hier gerne sein.

Für die ganz extremen Läufer, die auch bei absoluter Finsternis querfeldein laufen, gibt es Stirnlampen, die bis zu 2000 Lumen Lichtstärke bieten. Das sind dann aber schon Scheinwerfer, mit denen man sich in der Dunkelheit durchs Unterholz schlagen kann. Stirnlampen für solch extreme Anforderungen haben einen deutlich schwereren Akku-Pack, der nicht direkt am Stirnband der Lampe angebracht ist, sondern am Gürtel oder im Rucksack getragen wird. Dafür hat man dann aber auch die Lichtstärke eines Autoscheinwerfers im Fernlichtmodus zur Verfügung.

3 Dinge, die du über Stirnlampen wissen musst

Was bedeutet Lumen?
Lumen beschreibt die Menge an Licht, die eine Leuchtquelle abstrahlt.  Je höher die Lumenzahl, desto heller die Lampe.

Akku oder Batterie?
Akkus ermöglichen oftmals mehr Leistung, halten in der Regel aber nicht so lange durch. Dafür sind sie meist leichter. Entscheidend ist der individuelle Einsatzbereich.

Was heißt IPX4?
Dahinter steckt eine DIN-Norm, die beschreibt, wie gut technische Geräte gegen Wasser geschützt sind. Die Ziffernkombination gibt den Schutzgrad an. Geräte mit IPX4 weisen einen Spritzwasserschutz auf. Lampen mit IPX6 kann man sogar kurz ins Wasser halten. Mit IPX8 könntest du dauerhaft abtauchen.