Rekorde beim Sevilla-Marathon und deutsche Halbmarathon-Jahresbestzeit in Verona

| Text: Jörg Wenig | Foto: Imago

Beide Streckenrekorde fielen auf dem flachen Kurs des Sevilla-Marathons am Sonntag. Dabei dominierten die äthiopischen Läufer das Geschehen.Bei den Männern siegte Ayana Tsedat in 2:06:36 Stunden. Bei den Frauen setzte Guteni Shone mit einer Zeit von 2:24:29 durch.

Einen Tag vor seinem 23. Geburtstag steigerte Ayana Tsedat seine persönliche Bestzeit um fast drei Minuten und den Streckenrekord um gut eine Minute. In einem knappen Zieleinlauf blieben gleich vier weitere Läufer noch unter 2:07 Stunden: Die Äthiopier Belay Asefa (2:06:39) und Birhanu Berga (2:06:41) belegten die Ränge zwei und drei, Okubai Tsegay (Eritrea/2:06:46) und Daniel Kibet (Kenia/2:06:49) folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Bei den Frauen setzte sich mit Guteni Shone eine erfahrene Marathonläuferin durch. Die 27-jährige Äthiopierin, die auch schon die Rennen in Seoul und Ottawa gewonnen hat und eine Bestzeit von 2:23:32 aufweist, unterbot den Streckenrekord mit einer Zeit von 2:24:29 ebenfalls um gut eine Minute. Drei Landsfrauen folgten auf den Rängen zwei bis vier: Abeba Gebremeskel (2:24:53), Dinkesa Yenenesh (2:25:54) und Sifan Melaku (2:26:46).

Beide Streckenrekorde fielen auch beim Hongkong-Marathon. Dabei gab es einen Erfolg für einen deutschen Trainer: Die Weißrussin Volha Mazuronak, die im vergangenen Jahr den EM-Titel gewonnen hatte und von Wolfgang Heinig betreut wird, siegte in 2:26:13 Stunden. Dabei verbesserte sie den bisherigen Streckenrekord gleich um über drei Minuten. Das Rennen der Männer gewann der Kenianer Barnabas Kiptum in 2:09:20.

Amanal Petros mit deutscher Jahresbestzeit Dritter in Verona

Ein gutes Halbmarathon-Debüt lief in Verona Amanal Petros. Der 23-Jährige, der für TV Wattenscheid startet, wurde über die 21,0975-km-Distanz Dritter mit 63:32 Minuten. Damit verbesserte er die deutsche Jahresbestzeit, die Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) in Barcelona aufgestellt hatte, um genau eine Sekunde. Titelverteidiger Peter Ndorobo (Kenia) setzte sich in 60:43 erneut durch. Zweiter wurde sein Landsmann Melly Kipkenei mit 62:37. „Ich habe sehr gut in Kenia trainiert. Das Ergebnis passt“, sagte Amanal Petros nach seiner gelungenen Halbmarathon-Premiere. In den kommenden Monaten werden für ihn aber wieder die Bahn-Langstrecken in den Vordergrund rücken: Er will die anspruchsvollen WM-Normen von 13:22,50 (5.000 m) und 27:40,00 Minuten (10.000 m) ins Visier nehmen. Das Rennen der Frauen gewann in Verona die 42-jährige italienische Marathon-WM-Zweite von 2013, Valeria Straneo, mit 72:33 Minuten.

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