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Thomas Dold rennt Rückwärts-Weltrekord

| Redaktion laufen.de
Weltrekord in Dresden! Thomas Dold hat die 10 Kilometer schneller zurückgelegt als alle anderen zuvor - allerdings rückwärts. Er brauchte nur 39:20 min.

10 Kilometer am Stück laufen ist für viele ein Ziel. Diese Strecke in weniger als 40 Minuten zu schaffen, ist eine echte Herausforderung, für die man regelmäßig trainieren muss. Wenn man diese Herausforderung im Rückwärtsgang bewältigt, dann ist das Weltklasse und seit heute Weltrekord! Treppenlauf- und Rückwärtslauf-Spezialist Thomas Dold rannte die 10 Kilometer am Sonntag beim Oberelbe-Marathon in Dresden in 39:20 Minuten und blieb damit als Erster unter der Marke von 40 Minuten.

Im letzten Dezember reifte der Gedanke, das Projekt „sub 40“ in Angriff zu nehmen. 2011 war Dold in Dresden schon 40:58 Minuten gelaufen, damals Weltrekord. Dieser hatte aber nur gut drei Wochen Bestand, ehe Achim Aretz aus Münster den Rekord auf starke 40:02 Minuten verbesserte. „Damals habe ich drei Monate für den Rekord trainiert und er hatte nur drei Wochen gehalten. Das hätte ich mir anders gewünscht“, gesteht Dold. Deshalb begann Dold für seinen siebten Weltrekord schon im Dezember mit dem Training. „Ich bin bis zu 16 Kilometer am Stück rückwärts gelaufen. Das beste Intervalltraining war vermutlich 8x1000 Meter im Schnitt von 3:43 Minuten“, umreißt Dold die Trainingsergebnisse. Das war die Grundlage für die neue Bestzeit.

Gestartet wurde der Weltrekord im Rückwärtslauf am Blauen Wunder am Elbradweg. Den ersten Kilometer lief Dold in 3:56 Minuten. Bis Kilometer drei war er ein bisschen langsamer, ehe er ab Kilometer fünf mit 19:58 Minuten wieder auf Rekordkurs lag. „Ich wollte immer 4:00 Minuten oder schneller die Kilometer laufen. Das hat perfekt geklappt. Die letzten Runden im Stadion waren einfach der Wahnsinn. Die Zuschauer haben mich quasi ins Ziel gejubelt“, freute sich Dold nach dem Finish im Heinz Steyer Stadion. „Für uns war es ein rund um perfektes Event. Und der Weltrekord von Thomas ist das grandiose Sahnehäubchen“, erklärt der Organisator des OEM Uwe Sonntag.

Sein nächstes Ziel hat Dold noch nicht ins Auge gefasst. „Ich freue mich nun erst mal bis zur Rente, dass ich der erste Mensch unter 40 Minuten auf 10 Kilometern rückwärts bin“, schmunzelt der 30-Jährige. Wobei dem kreativen Athleten und Manager sicher in den nächsten Monaten wieder eine Idee kommt, wofür er trainieren wird. Dold war 20 Minuten nach den Walkern gestartet und hatte somit das komplette Feld überholt. Für freie Strecke sorgten drei Radfahrer, die 20 bis 100 Meter vor Dold die Walker und Passanten informierten, dass der Rückwärtsläufer kam. Der Lauf wurde von einer mitfahrenden Notarin verfolgt, die in den nächsten Tagen eine Urkunde erstellen wird, dass bei Thomas Dold während des gesamten Rennens die Füße entgegen der Laufrichtung gezeigt haben. Das ist die Definition von Rückwärtslaufen.

Der Weltrekord im Video

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Beim klassischen Vorwärts-Marathon gab es in Dresden zwar keinen Weltrekord, dafür aber einen neuen Streckenrekord. Der Deutsche 50-Kilometer-Meister Niels Bubel setzte sich in 2:23:38 Stunden souverän durch. Damit wäre der Spätstarter beim zeitgleich ausgetragenen Hamburg-Marathon viertschnellster Deutscher geworden. Bei den Frauen setzte sich die Äthiopierin Abiyot Hempel mit 2:38:41 Stunden durch.