Emotionale Events erleben
Tirunesh Dibaba widmet 10-km-Sieg in Manchester den Menschen der Stadt

| Jörg Wenig I Foto: Great Run/Nova
Nur sechs Tage nach dem Terroranschlag in Manchester fand dort der „Great Manchester Run“ über 10 km statt. 30.000 waren dabei.

Nur sechs Tage nach dem Terroranschlag in Manchester fand in der nordenglischen Stadt der jährliche 10-km-Lauf unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Mit rund 30.000 Meldungen ist der „Great Manchester Run“ eines der größten Rennen über diese Distanz weltweit. Parallel wurde zudem ein Halbmarathon veranstaltet. Auch der vor Kurzem zum neuen Bürgermeister von Manchester gewählte Andy Burnham startete bei dem 10-km-Wettbewerb.

Für den spitzensportlichen Höhepunkt beim „Great Manchester Run“ hat nicht unerwartet Tirunesh Dibaba (Foto) gesorgt. Die dreimalige Langstrecken-Olympiasiegerin aus Äthiopien lief am Sonntag souverän zum 10-km-Sieg und erzielte mit 31:03 Minuten eine hochklassige Zeit. Für die 31-Jährige war es bereits der vierte Sieg in Manchester nach 2013, 2014 und 2016. Ihren eigenen Streckenrekord von 30:49 Minuten verpasste Tirunesh Dibaba um lediglich 14 Sekunden.

Sie erzielte am Sonntag die zweitschnellste Siegzeit in der Geschichte des Rennens und widmete ihren Erfolg den Menschen der Stadt: „Ich freue mich sehr, dieses Rennen wieder gewonnen zu haben. Es ist für mich aufgrund der Ereignisse in Manchester in dieser Woche ein sehr wichtiges Rennen gewesen. Ich wollte meine Unterstützung für die Menschen in Manchester und in England zum Ausdruck bringen“, erklärte Tirunesh Dibaba, die im vergangenen Monat beim London-Marathon als Zweite mit 2:17:56 Stunden einen äthiopischen Landesrekord aufgestellt hatte.

In dem in der Spitze nicht breit aufgestellten Elitefeld wurde die Französin Christelle Daunay mit deutlichem Abstand in 33:08 Minuten Zweite. Rang drei belegte die Britin Katherine Wootton mit 33:18 Minuten. Das Rennen der Männer gewann der US-Amerikaner Dathan Ritzenhein in 28:06 Minuten vor seinem Landsmann Bernard Lagat (28:13 min) und dem Südafrikaner Stephen Mokoka, der nach 28:22 Minuten im Ziel war. Der favorisierte, frühere Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang (Kenia) belegte Rang fünf in 28:26 Minuten.