Emotionale Events erleben
Titeljagd beim Alsterlauf

| Martin Neumann I Foto: Norbert Wilhelmi
Alles ist angerichtet für die Deutschen 10-Kilometer-Meisterschaften. Am Sonntag werden im Rahmen des 27. Alsterlaufs mit 5500 Startern die Titel vergeben

Alles ist angerichtet für die Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 Kilometer. Am Sonntag werden im Rahmen des 27. Alsterlaufs mit rund 5.500 Startern die Titel vergeben. Mehr als 700 Meldungen sind für die Meisterschaftswertung eingegangen. Angeführt wird das Starterfeld von den Olympiateilnehmern Florian Orth und Julian Flügel (Foto).

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Die Hamburger Außenalster ist eine der beliebtesten Laufstrecken Deutschlands. Tag für Tag drehen in der Hamburger Innenstadt Tausende Läufer ihre Runden. Auch der Barmer GEK Alsterlauf ist aus der Laufszene der Hansestadt nicht mehr wegzudenken. Zum 27. Mal wird dieser am Sonntag gestartet, zahlreiche Weltstars wie der spätere Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang (Kenia) und die spätere Halbmarathon-Weltrekordlerin Lornah Kiplagat (Niederlande) ernteten ihre ersten sportlichen Lorbeeren beim Alsterlauf. Was an diesem Sonntag neu ist: Erstmals sind die Deutschen 10-Kilometer-Meisterschaften ins Rennen integriert.

Veranstalter Karsten Schlömermann rechnet insgesamt mit etwa 5.500 Startern. Das Anmeldeplus lag zuletzt bei knapp 20 Prozent. Dazu trugen 726 Meisterschaftsmeldungen aus 18 Landesverbänden bei (zur kompletten Meldeliste). „Wir sind sehr überrascht über das gute Meldeergebnis und fühlen uns in unserem Konzept bestätigt, Meisterschaften als integrierte Wettbewerbe im Rahmen von großen Volksläufen zu veranstalten“, sagte Karsten Schölermann. Der Rennchef dankt gleichzeitig dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), denn „das war nur möglich, da der DLV uns im Herbst 2015 den Zuschlag zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft gegeben hat und der Hamburger Leichtathletik-Verband von Beginn an mitgezogen hat.“

Hinter den Afrikanern, die den Sieg beim Alsterlauf wohl unter sich ausmachen werden, streiten die schnellsten Deutschen um den DM-Titel. Bei den Männern will der amtierende Deutsche Meister im Halbmarathon und über 10.000 Meter, Mitku Seboka (LAC Quelle Fürth), den Gold-Hattrick 2016 schaffen. Er trifft auf starke Konkurrenz, die von zwei Olympia-Startern angeführt wird: Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg), der deutsche Jahresbeste über 5.000 Meter, und Marathonläufer Julian Flügel (Asics Team Memmert) sind gemeldet. Die beiden Vereine sind auch erste Anwärter auf den Team-Titel. „Wenn ich schon mal die 10 Kilometer unter die Füße nehme, will ich natürlich auch gewinnen“, zeigt sich der laufende Zahnarzt Florian Orth auf der Vereinshomepage recht optimistisch.

Sussmann & Co. fiebern Heimspiel entgegen

Der Team-Titel soll bei den Frauen in Hamburg bleiben. Schließlich stellt das Lauf-Team Haspa Marathon Hamburg mit Jana Sussmann, Mona Stockhecke und Agata Strausa eine schnelle und ausgeglichene Mannschaft. „Einem Meisterschaftsrennen in der eigenen Stadt fiebert man natürlich besonders entgegen“, freut sich Jana Sussmann. Sie befindet sich in blendender Form und hat am vergangenen Samstag beim 75. Berliner ISTAF ihren eigenen Hamburger Rekord über 3.000 Meter Hindernis auf 9:41,05 Minuten verbessert. Mit Mona Stockhecke kommt die Inhaberin des Hamburger Halbmarathon-Rekordes hinzu. Die international für Lettland startberechtigte Strausa steigerte vor vier Wochen ihre 3.000-Meter-Bestzeit auf 9:11,56 Minuten.

Das Hamburger Trio hat gute Chancen auf einen Top-Platz. Das gilt auch für Isabell-Sophie Teegen (SC Rönnau 74). Die EM-Starterin im Halbmarathon lebt in Hamburg und kennt die Strecke natürlich bestens. Eine weitere Titelaspirantin ist die Baunatalerin Laura Hottenrott. Eine andere starke Läuferin musste hingegen kurzfristig absagen: Hindernisspezialistin und Olympia-Starterin Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) hatte nach Rio mit Rückenproblemen zu kämpfen. So entschied sich die Deutsche Vizemeisterin, früher als geplant in die Saisonpause zu gehen.

Noch ein organisatorischer Hinweis: Es erfolgt eine separate DM-Wertung, aber nur ein Startschuss. Alle Teilnehmer der DM müssen sich deshalb in dem ausschließlich für sie vorgesehenen, im Startbereich A (Mönckebergstraße) extra gekennzeichneten „DM-Startblock“ aufstellen. Der „DM-Startblock“ liegt unmittelbar hinter dem Elite-Block der Top-Athleten des Alsterlaufs (ca. 50 Läufer).