Top-Felder ohne Tempomacher: Enge Rennen beim Chicago-Marathon erwartet

| Jörg Wenig I Foto: imago

Mit dem Chicago-Marathon wird am Sonntag das vorletzte Rennen der Abbott World Marathon Majors (WMM)-Serie dieses Jahres gestartet. Im November folgt dann der hochkarätig besetzte New York-Marathon. Beide Titelverteidiger gehen in Chicago an den Start: die Kenianer Dickson Chumba und Florence Kiplagat (Foto). Mangels Form abgesagt hat dagegen Weltrekordler Dennis Kimetto, der in Berlin 2014 eine Zeit von 2:02:57 Stunden erreichte. Er hält auch den Chicagoer Kursrekord von 2:03:45 Stunden. Diese Zeit wird aber ebenso wie der Streckenrekord der Frauen, den Paula Radcliffe mit 2:17:18 Stunden aufstellte, außer Reichweite sein, denn die Veranstalter des Chicago-Marathons verzichten erneut auf den Einsatz von Tempomachern.

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Über viele Jahre hinweg hatte Chicago erfolglos versucht, dem BMW Berlin-Marathon den Männer-Weltrekord abzunehmen. Im vergangenen Jahr änderten die Organisatoren überraschend ihr Konzept bezüglich der Eliterennen: Trotz der sehr schnellen Strecke gibt es seitdem keine Tempomacher mehr. 2015 reichte Dickson Chumba dadurch eine Zeit zum Sieg, die fast sechs Minuten langsamer war als der Streckenrekord. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 2:04:32 Stunden ist der Kenianer jetzt der schnellste Läufer auf der Startliste am Sonntag.

Dass Dickson Chumba der Favorit ist, wird beim Blick auf die Liste klar: Tsegaye Kebede (Äthiopien/2:04:38 h) und Abel Kirui (Kenia/2:05:04 h) sind die beiden nächst schnellsten Athleten, doch beide sind längst über ihren Zenit hinaus. Kebede hatte in Chicago 2012 gewonnen, Kirui war 2009 und 2011 Weltmeister über die 42,195 km. Micah Kogo gehört ebenfalls zu den bekannten Namen auf der Startliste. Dem früheren 10-km-Weltrekordler ist es bisher aber nicht gelungen, sein großes Potenzial auf die Marathondistanz zu übertragen. Der Kenianer hat eine Bestzeit von 2:06:56 Stunden. Ohne Tempomacher und bei einer hohen Siegprämie von 100.000 Dollar ist mit einem taktischen und keinem schnellen Rennen zu rechnen.

Freudensprung im Ziel mit unsanfter Landung

Mit Florence Kiplagat gibt es auch bei den Frauen eine große Favoritin. Die kenianische Halbmarathon-Weltrekordlerin ist die einzige Athletin, die eine Bestzeit von unter 2:20 Stunden aufweisen kann (2:19:44 h). Im vergangenen Jahr gewann sie in 2:23:33 mit zehn Sekunden Vorsprung auf Yebrgual Melese. Beim Freudensprung kurz vor dem Ziel rutschte Kiplagat vergangenes Jahr auf dem Werbebanner aus und landete unsanft auf dem Bauch. Sie streckte aber kurze Zeit später den Daumen nach oben, um zu signalisieren, dass alles okay ist (siehe Foto).

Ebenfalls nach Chicago kehrt die zweitplatzierte Äthiopierin Yebrgual Melese zurück. In den Kampf um den Sieg eingreifen könnte aber auch Atsede Baysa (Bestzeit: 2:22:03 h). Die Äthiopierin gewann bereits zweimal in Chicago (2010 und 2012). Außerdem ist die 29-Jährige die diesjährige Boston-Marathon-Siegerin und hat auch schon zweimal in Paris triumphiert. Valentine Kipketer (Kenia/2:23:02 h), Visiline Jepkesho (Kenia/2:24:44 h), Purity Rionoripo (Kenia/2:25:00 h) und Meskerem Assefa (Äthiopien/2:25:11 h) können ebenfalls eine Rolle spielen.

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