Verletzung überstanden: Julian Flügel bereit für den Düsseldorf-Marathon

| Jörg Wenig, Martin Neumann I Foto: Norbert Wilhelmi

Seit dem 1. Januar startet Julian Flügel für den ART Düsseldorf. Klar dass der Olympia-Teilnehmer seinen nächsten Marathon in seiner neuen sportlichen Heimat laufen will. Nach Verletzungssorgen lief es zuletzt wieder besser für den 30-Jährigen. Favoriten beim 15. Metro Marathon Düsseldorf am 30. April sind aber andere.

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Das Knie hatte ihm Probleme bereitet. Drei Wochen lang war für Julian Flügel (ART Düsseldorf) kein geregeltes Marathontraining möglich. Doch mittlerweile spielt das Knie wieder mit und dem Start beim Metro Marathon Düsseldorf am 30. April steht nichts mehr im Weg. Mit seiner Bestzeit von 2:13:57 Stunden ist der Olympia-Teilnehmer klar der schnellste Deutsche auf der Düsseldorfer Meldeliste. Für den 30-Jährigen wird's der achte Marathon seiner Karriere. Einem letzten Härtestest unterzieht sich Julian Flügel bei der Halbmarathon-DM am 9. April im Rahmen des HAJ Hannover Marathon.

Für die 15. Auflage des Metro Marathons sind Anmeldungen nach wie vor möglich. Im vergangenen Jahr gingen inklusive der Rahmenwettbewerbe rund 17.000 Läufer in Düsseldorf an den Start.

Eine noch längere Verletzungspause liegt hinter dem früheren Fukuoka-Marathon-Sieger Josphat Ndambiri. Er wird sein Comeback-Rennen am 30. April in Düsseldorf laufen. Mit einer Bestzeit von 2:07:36 Stunden ist der Kenianer der derzeit schnellste Läufer auf der Startliste des Rennens.  Nach einer schnellen Strecke und noch nicht gleich nach einer Weltklasse-Konkurrenz hatte er für seinen Frühjahrs-Marathon gesucht. So entschied er sich für den Metro Marathon Düsseldorf. Der 32-Jährige war im ersten Teil seiner Karriere ein hochklassiger 10.000-m-Läufer. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka belegte er über diese Strecke einen starken fünften Platz. Zwei Jahre später lief Ndambiri zweimal Weltklassezeiten von unter 27 Minuten. Mit seinem persönlichen Rekord von 26:57,36 war er im Jahr 2009 der drittschnellste 10.000-m-Läufer der Welt.

Ende 2011 lief Josphat Ndambiri ein perfektes Marathon-Debüt: Der Kenianer gewann den prestigeträchtigen Fukuoka-Marathon. In Japan, wo er zeitweilig lebte, erreichte Ndambiri dabei seine Bestzeit von 2:07:36 Stunden. In der Folge stoppten den Läufer immer wieder Verletzungen, so dass er bis heute keinen zweiten Marathon abschließen konnte. Vor zwei Jahren startete Ndambiri in Hannover und lag bis etwa 25 km auf Kurs für eine Zeit von unter 2:09 Stunden. Doch nach 30 km gab er das Rennen auf. Jetzt will sich der Kenianer in Düsseldorf zurückmelden.

Schnelle Japanerin startet am Rhein

Zu den schärfsten Konkurrenten von Josphat Ndambiri wird sein Landsmann Charles Cheruiyot zählen. Der Kenianer hat eine Bestzeit von 2:09:05, die er 2014 in Warschau aufstellte. Vor einem Jahr überzeugte er als Zweiter des Vienna City-Marathons bei schlechten Wetterverhältnissen mit 2:10:09. Aussichtsreich gehen auch zwei Europäer ins Rennen, die allerdings aus Afrika stammen: Weldu Negash Gebretsadik und Yared Shegumo. Gebretsadik kommt aus Eritrea, startet seit kurzem für Norwegen und ist 2014 als Fünfter des Rotterdam-Marathons bereits 2:09:14 gelaufen. Der frühere Äthiopier Shegumo läuft bereits seit 2003 für Polen und ist der Marathon-Vize-Europameister von Zürich 2014. Seine Bestzeit lief der 34-Jährige bei seinem Sieg in Warschau vor vier Jahren mit 2:10:34.

Während das Männer-Elitefeld bereits Konturen annimmt, sind die Verhandlungen für das Frauen-Elitefeld  zum großen Teil noch nicht abgeschlossen. Fest steht jedoch der Start von Eri Okubo. Die Japanerin war 2012 als Vierte des Tokio-Marathons ihre Bestzeit von 2:26:08 gelaufen.

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