Vivawest-Marathon: Staffel unterbietet deutschen Rekord von Arne Gabius

| Fotos: Vivawest-Marathon

14 Staffelläufern ist es gelungen, in 2:06:58 Stunden den deutschen Marathonrekord von Arne Gabius (2:08:33) zu unterbieten. Elias Sansar verteidigte seinen Titel und wurde zum dritten Mal Sieger des Vivawest-Marathon. Bei den Damen gewann Annika Vössing. Beim Halbmarathon ließ Anke Esser alle Herren hinter sich.

Sie hatten sich ein großes Ziel gesteckt: 14 Läufer gingen beim 7. Vivawest-Marathon an den Start, um in der Staffel den deutschen Marathonrekord von Arne Gabius zu knacken. Auf der offiziellen und vom DLV vermessenen Marathontrecke teilten sie sich die 42,195 Kilometer von Gelsenkirchen über Essen, Bottrop und Gladbeck zurück ins Ziel nach Gelsenkirchen. Dabei legten die Läufer unterschiedliche Strecken zwischen einem und knapp drei Kilometern zurück. Die Staffel um den Startläufer und sportlichen Leiter der Staffel, Muharrem Yilmaz, war nach dem Zieleinlauf in Rekordzeit überglücklich: „Das war eine herausragende Leistung unserer Mannschaft und wir sind total happy über den Rekord. Im nächsten Jahr werden wir den Weltrekord angreifen“, sagte Yilmaz unmittelbar nach dem Zieleinlauf.

Der Lauf hat gezeigt, wie schnell Arne Gabius beim seinem Marathonrekord war. Mit einem Schnitt von knapp drei Minuten pro Kilometer spulten die Läufer ein sehr schnelles Tempo runter. Die Staffelwechsel waren alle perfekt organisiert, zwei Läufer liefen sogar zwei Streckenabschnitte, wurden von Muharrem Yilmaz mit einem Motorrad von einem zum nächsten Wechselpunkt gebracht, denn ursprünglich sollten 21 Staffelläufer für den Rekordversuch eingesetzt werden. Den Schlussspurt legte die schnellste Polizist NRWs, Carina Fiereck hin und wurde vom Publikum gefeiert. Nach dem Guinness World Record von Hendrik Pfeiffer im Anzug über die Halbmarathondistanz 2018 konnte erneut ein außergewöhnlicher Rekord im Rahmen des Vivawest-Marathons aufgestellt werden.

Elias Sansar zog am Ende richtig an

Elias Sansar verteidigte seinen Titel auf der Marathondistanz und wurde Vivawest-Marathon Sieger 2019. Damit steht er nach 2016 und 2018 bereits zum dritten Mal ganz oben auf dem Treppchen und kann sich Rekord-Vivawest-Marathon-Sieger nennen. Nach 2:25:52 Stunden lief er sogar noch etwas schneller als bei seinen beiden vorherigen Siegen. Dies war sicher auch der großen Konkurrenz geschuldet. Mit dem Zweitplatzierten Ezamzami Abid (2:27:15) und dem Drittplatzierten Nikki Johnstone (LAZ Puma Siegburg, 2:27:28) hatte sich Sansar, der für die LG Lage Detmold Bad Salzuflen startet, ein enges Rennen geliefert. „Aber bei Kilometer 40 habe konnte ich noch mal anziehen und einen Vorsprung herauslaufen“, berichtet er. Auch der Drittplatzierte Nikki Johnstone, der in diesem Jahr bereits acht Marathon-Läufe absolviert hat, freute sich über den Rennverlauf. „Das war ein richtiges Rennen heute und hat super viel Spaß gemacht. Es ist eine großartige Laufveranstaltung, bei der ich immer gerne dabei bin. Auf den letzten Metern habe ich dann gemerkt, dass ich schon ein paar Läufe in den Knochen habe. Der Schlussspurt ab Kilometer 40 von Elias war einfach sensationell, da konnte ich nicht mitgehen“, erzählt Johnstone, der auch im vergangenen Jahr Dritter war.

Bei den Frauen konnte das Team von Ayyo Essen einen weiteren Erfolg für sich verbuchen. Souverän siegte Annika Vössing in einer Zeit von 2:57:34 Stunden mit großem Vorsprung vor ihrer Konkurrenz. „Heute hat alles gepasst. Ich konnte mich fast von Anfang an die Spitze setzen und mein Rennen laufen“, erzählt Vössing, die bereits zahlreiche Titel beim Duathlon für sich verbuchen konnte und unter anderem 2014 und 2015 Deutsche Vize-Meisterin über die Duathlon Kurzdistanz war. Insgesamt hat sie bislang erst vier Marathonläufe absolviert, beim Vivawest-Marathon startete sie zum ersten Mal. Ihre erste Verfolgerin, Ina Radix (LGO Bochum) kam nach 3:06:53 Stunden ins Ziel, gefolgt von Anika Fels (LG Coesfeld) mit 3:07:43 Stunden.

Anke Esser war schneller als alle Männer

Eine großartige Leistung zeigte auch Anke Esser über die Halbmarathonstrecke. Sie lief nach 1:16:30 Stunde über die Ziellinie und war damit fast zwei Minuten schneller als der erste Halbmarathonläufer bei den Männern. Mit 1:27.12 Stunde sicherte sich Angela Moesch (LC Deiringsen) den zweiten Platz, gefolgt von Joleen Gedwart mit 1:29:15 auf Platz drei. Bei den Männern siegte Jones Asarg mit 1:18:23 Stunde vor Robin Roth (1:19:10) und Sven Fels (LG Coesfeld) mit 1:19:31.

Auch über 1.800 Schülerinnen und Schüler waren beim Evonik-Schulmarathon dabei und absolvierten als Sechser-Staffel die Marathon-Distanz. Schnellste Schule war das Suitbertus Gymnasium aus Düsseldorf (2:56:42) vor dem Städtischen Gymnasium Leichlingen (3:22:52) und dem Gymnasium Stoppenberg (3:24:06).

Insgesamt nahmen beim Vivawest-Marathon 9.344 Läufer teil, über 100.000 Zuschauer säumten die Strecke.

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