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Exklusiv: Den Wachau-Marathon als VIP erleben

| Natascha Marakovits I Fotos: Fotolia, Veranstalter
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17.9.17 –  Für einen Zahlenfreak wie mich, könnte der Termin nicht besser fallen: Der Wachaumarathon steht an. Für mich wird es auch dieses Jahr nur die Halbdistanz werden. Aber egal, denn dabei sein ist alles. Zum 20-jährigen Jubiläum wollte ich mir das Rennen nicht entgehen lassen. Nie und nimmer!  Zu schön war meine Premiere beim Wachaumarathon vergangenes Jahr. Und das kam so:

Schade, passt wieder nicht in meinen Laufterminkalender hieß es gleich zu Beginn der Saisonplanung. Denn als feststand, dass ich ein zweites Mal beim Berlin-Marathon starten werde, ist mir eingefallen: Wachaumarathon – das wird leider wieder nix mit uns beiden. Eine Woche vor dem Saisonhighlight Wettkampfluft zu schnuppern, scheint nicht besonders sinnvoll. Dachte ich. Und somit war das Thema gegessen. Dachte ich. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Beim Checken was denn trainingsmäßig noch so ansteht vor dem großen Tag – dem 25. September in Berlin – dann plötzlich das Aha-Erlebnis: Hm, 22 Kilometer stehen auf dem Plan. Die ersten zehn easy und dann steigernd bis übers geplante Marathontempo. Wird hart, dachte ich erst und dann: Hey, Distanz kommt hin und nachdem es nicht nur im easy-going-slow-Modus sein soll, auch in Sachen Pace: passt! Wachaumarathon ich komme doch noch! Zumindest für den halben.

Wettkampf-Feeling beim Trainingslauf

Als Kopfmensch war ich zuerst doch noch ein klein wenig skeptisch. Ließ mir alles gefühlte fünfzig Mal durch den Kopf gehen: Soll ich, soll ich nicht. Dann: es muss vielleicht so sein, denn das hatte ich ja heuer schon erlebt. Genau eine Woche vor dem Hamburg-Marathon im April fand nämlich der Vienna City Marathon (VCM) statt. Schlechtes Timing dachte ich mir auch damals, aber ich war bereits angemeldet. Und auch damals stand am Tag des VCM ein letzter, gesteigerter, langer Lauf auf dem Plan. Weil ich schlecht zuschauen kann, wenn die halbe City beinahe an der eigenen Haustür vorbeiläuft, hab ich den VCM-Halbmarathon schließlich als Trainingslauf genutzt. Wettkampf-Feeling inklusive, nur eben bei der Pace auf der Bremse statt Vollgas.

Die Endzeit war mir an diesem Tag egal. Es ging ums Dabeisein und weil ein flotter Trainingslauf in der Masse einfach mehr Spaß macht, als allein auf der Donauinsel oder sonst wo. Einzige Bedingung: immer brav zurückhalten, nur ja nicht übertreiben, keinesfalls an die Grenze gehen, Reserven aufheben. Mit Vorsicht und Genuss, war die Devise. Das war es dann schließlich auch – ein perfekter Trainingslauf.

Reizvolle Punkt-zu-Punkt-Strecke

Es ist immer ein ganz eigenes Feeling: der Wettkampftag. Egal ob ganz, halb oder Viertelmarathon. Das Kribbeln ist an diesem Tag bei allen zu spüren. Auch bei mir, obwohl ich wusste, dass ich nicht ans Limit gehen werde. Was mir in der Wachau besonders gut gefällt, ist die Punkt zu Punkt Strecke immer entlang der Donau. Denn ich bin nicht so der Runden-Freund, laufe lieber eine Strecke ohne mehrmals am eigentlichen Ziel vorbei zu müssen. Oftmals scheitert dies an der Organisation, sodass viele Laufveranstaltungen in Form von Rundkursen abgehalten werden. Nicht so in der Wachau. Zwar eine enorme Herausforderung alle Teilnehmer an den richtigen Startpunkt zu bringen, doch ich sollte staunen: perfekt organisiert, ohne Wartezeiten.

Seit 1998 können Läufer zwischen dem Marathon und dem Halbmarathon wählen und seit einigen Jahren gibt es auch den Viertelmarathon mit exakt elf Kilometern sowie einen Staffelwettbewerb, bei dem sich zwei, drei oder vier Läufer die Marathondistanz teilen. Also ist in der Wachau wirklich für jeden etwas dabei. So werden alle Teilnehmer vom Veranstalter zu den jeweiligen Startorten Emmersdorf (Marathon), Spitz (Halbmarathon) und Achleiten (Viertelmarathon) wahlweise mit Bussen, dem Zug bzw. dem Schiff transportiert.

Per Bus oder Schiff geht‘s zum start

Ich habe mich für den Bus entschieden. Was ich bei der Fahrt zum Start nach Spitz ein bisschen bereuen sollte, denn beim Blick aus dem Fenster sah ich ein Schiff mit vielen, vielen Läufern, die sichtlich gut gelaunt waren. Fast wie auf einem Partyschiff. Dabei geht die richtige Party ja erst los. Nach Abgabe des Kleiderbeutels stehe ich also endlich am Start. Rund 6000 Läuferinnen und Läufern um mich herum. Und als um Punkt zehn Uhr der Startschuss fällt, sind die zahlreichen internationalen Topathleten aus der ersten Reihe ganz schnell außer Sichtweite. Sie nutzen die komplett flache und damit schnelle Strecke für einen Angriff auf den Streckenrekord, der Schnellste rennt unter einer Stunde ins Ziel – absolute Weltspitze!

Doch für mich heißt es ja erst einmal locker loslaufen um auf der zweiten Hälfte mein Tempo ein bisschen anzuziehen. So kann ich die Strecke perfekt genießen, verläuft sie doch stets zwischen den Weinbergen und der Donau Flussabwärts in Richtung Krems – einfach herrlich und nicht umsonst UNESCO Weltkulturerbe. Ab Dürnstein darf ich dann auch etwas mehr Gas geben. In der Masse nutze ich den Schwung der Tausenden Läufer. So finishe ich letztendlich in Krems knapp unterhalb der von mir angepeilten Zeit mit der Bestätigung, ein sehr gutes Abschlusstraining für den anstehenden Berlin-Marathon absolviert zu haben. Ich war glücklich und wusste: Wachau, ich komme wieder!