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Weltklassezeiten beim Seoul-Marathon: Europa- und Schweizer Rekord gebrochen

| Jörg Wenig I Foto: imago
Weltklassezeiten und zwei Rekorde gab es am Sonntag beim Seoul-Marathon. Im Kampf um den Sieg setzte sich der Kenianer Wilson Loyanae Erupe in hochklassige

Weltklassezeiten und zwei Rekorde gab es am Sonntag beim Seoul-Marathon. Im Kampf um den Sieg setzte sich der Kenianer Wilson Loyanae Erupe in hochklassigen 2:05:13 Stunden durch. Das ist die viertbeste Zeit des Jahres. Schneller wurde bisher nur in Dubai im Januar gelaufen. Der 27-jährige Wilson Loyanae Erupe, der zwischen 2013 und 2015 wegen EPO-Dopings gesperrt war, verbesserte in Seoul seinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2012 um 24 Sekunden.

Zweiter wurde der Kenianer Evans Chebet in 2:05:33 Stunden. Dritter wurde Kaan Kigen Özbilen, der mit 2:06:10 Stunden einen Europarekord aufstellte. Der 30-Jährige war bisher bekannt unter dem Namen Mike Kigen und lief bis September 2015 noch für sein ursprüngliches Heimatland Kenia. Seit Oktober startet er jedoch für die Türkei. Den bisherigen Europarekord von 2:06:36 Stunden hielten der Portugiese Antonio Pinto und der Franzose Benoit Zwierzchiewski gemeinsam. Pinto war diese Zeit 2000 in London gelaufen, Zwierzchiewski kam drei Jahre später in Paris ebenfalls nach 2:06:36 ins Ziel.

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Tadesse Abraham bricht Schweizer Rekord

Ein Achtungserfolg gelang fünf Monate vor dem olympischen Marathon in Rio auch Tadesse Abraham. Der aus Eritrea stammende Läufer, der seit Juni 2014 für die Schweiz startet, steigerte sich in Seoul auf starke 2:06:40 Stunden und wurde damit Vierter. Damit brach der 33-jährige Abraham den Schweizer Rekord von Viktor Röthlin, der 2008 bei seinem Sieg in Tokio 2:07:23 gelaufen war. Abraham hatte vor dem Seoul-Marathon eine Bestzeit von 2:07:45, die er bei seinem Sieg beim Zürich-Marathon 2013 aufgestellt hatte.

Tadesse Abraham wird bei den Olympischen Spielen ebenso wie Özbilen zu den Konkurrenten von Arne Gabius zählen. „Diesen Erfolg widme ich vor allen meiner Frau und meinem Sohn, aber auch meinen Freunden in der Schweiz, die mir dabei geholfen haben, dass die Schweiz zu meiner Heimat geworden ist“, erklärte Abraham.

Vier Frauen unter 2:30 Stunden

Während auf den Plätzen fünf bis sieben auch die drei Kenianer Frankline Chepkwony (2:06:51), Asbel Kipsang (2:07:30) und Jacob Kendagor (2:08:56) gute Zeiten erzielten, musste der frühere Marathon-Weltrekordler Patrick Makau (Kenia/2:03:38) das Rennen nach einer vorhergehenden Krankheit aufgeben. Nach 10 Kilometern ging er aus dem Wettbewerb.

Bei den Frauen gab es vier Zeiten unter 2:30 Stunden in einem ebenfalls von Läuferinnen aus Kenia dominierten Rennen. Rose Chelimo (Kenia) gewann in 2:24:14 vor Melkam Gizaw (Äthiopien/2:24:28) und ihren Landsfrauen Agnes Barsosio (2:24:59) sowie Janet Rono (2:27:23).