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© Mainova Frankfurt Marathon/Andreas Arnold

Der Wochen(end)-Rückblick
Showdown beim Frankfurt-Marathon: Petros, Fitwi und Ringer attackieren deutschen Rekord – Mo Abdilaahi wieder superschnell

| von Christian Ermert

Mit Amanal Petros, Samuel Fitwi und Richard Ringer gehen die drei schnellsten deutschen Marathonläufer der Geschichte in Frankfurt an den Start. Das Ziel: Ein deutscher oder gar Europarekord.

Heute kommt der Rückblick auf die vergangene Woche und das Wochenende erst am Mittwoch. Und das hat zwei Gründe. Der eine ist Pfingstmontag. Der andere ist wichtiger: Die Organisatoren des Mainova Frankfurt-Marathon haben heute verkündet, dass neben Richard Ringer (LC Rehlingen) und Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) auch Amanal Petros (Hannover 96) am 25. Oktober in der Mainmetropole starten wird.

So verspricht der Mainova Frankfurt-Marathon dieses Jahr zur großen EM-Revanche der besten deutschen Läufer zu werden. In der Mainmetropole treffen die drei schnellsten Deutschen aller Zeiten über 42,195 Kilometer aufeinander. Das Trio startet erstmals abseits von einer Meisterschaft gemeinsam bei einem großen Stadtmarathon.

Die Bestzeiten der Drei sind beeindruckend: Amanal Petros hält mit 2:04:03 Stunden den deutschen Rekord, Samuel Fitwis Bestmarke steht bei 2:04:45 Stunden und die von Richard Ringer bei 2:05:46 Stunden. In Frankfurt wollen alle drei nun versuchen, einen neuen deutschen Rekord zu laufen.

Amanal Petros will den Europarekord angreifen

Und Amanal Petros geht sogar einen Schritt weiter: „Ein deutscher Rekord wäre schon großartig. Aber wenn wirklich alles zusammenpasst, würde ich gerne den Europarekord angreifen“, so der 31-Jährige. Die kontinentale Bestzeit des Belgiers Bashir Abdi aus dem Jahr 2021 steht bei 2:03:36 Stunden. Würde Amanal Petros das gelingen, würde er auch den Frankfurter Streckenrekord brechen. 2011 lief der Kenianer Wilson Kipsang die bis heute gültige Bestmarke von 2:03:42 Stunden und verfehlte den damaligen Weltrekord nur um vier Sekunden.

Erst EM-Medaille, dann Frankfurt-Triumph

Vor Frankfurt wird das Trio bei der EM Mitte August in Birmingham starten. „Wenn wir bei der EM auf das Podest laufen und dann in Frankfurt eine 2:04-Stunden-Zeit und vielleicht sogar einen deutschen Sieg erreichen, dann hätten wir alles richtig gemacht“, meint Richard Ringer.

„Richard, Samuel und ich werden uns im Rennen sicherlich gegenseitig unterstützen“, meint Amanal Petros. „Es geht nicht in erster Linie darum, den anderen zu schlagen – dazu verstehen wir uns viel zu gut. Wir wollen gemeinsam in Frankfurt eine besondere Leistung bieten“, sagt der Vize-Weltmeister.

© imago images/NurPhoto

Mohamed Abdilaahi über 5000 Meter unter 13 Minuten

Am Wochenende wurde auch auf der Bahn die deutsche Erfolgsstory weitergeschrieben: Nachdem er eine Woche zuvor in 7:25,77 Minuten über 3000 Meter Dieter Baumann als deutschen Rekordhalter entthront und als erster deutscher Langstreckler ein Diamond League-Rennen gewonnen hatte, zeigte Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) in China erneut eine Weltklasse-Leistung: Bei der zweiten Station der Diamond League 2026 in Xiamen wurde der 27-Jährige Zweiter über 5.000 Meter. In 12:57,90 Minuten blieb er zum zweiten Mal in seiner Karriere unter 13:00,00 Minuten. Nur der Äthiopier Addisu Yihune lief mit 12:57,32 Minuten noch etwas schneller.