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Farah und Muir: Zwei Europarekorde durch britische Lauf-Asse

| Jörg Wenig I Foto: Imago/BPI
Abschied vom Hallenrund mit Europarekord: Doppel-Doppel-Olympiasieger Mo Farah hat am Samstag in Birmingham seine eigene 5.000-m-Bestmarke gesteigert. Der

Abschied vom Hallenrund mit Europarekord: Doppel-Doppel-Olympiasieger Mo Farah hat am Samstag in Birmingham seine eigene 5.000-m-Bestmarke gesteigert. Der Brite will nach der Sommersaison komplett auf die Marathonstrecke setzen.

Mo Farah hat in seinem aller Voraussicht nach letzten Hallenrennen einen Europarekord über 5.000 m aufgestellt. Der britische 5.000- und 10.000-m-Olympiasieger lief am Samstag beim Leichtathletik-Meeting in Birmingham 13:09,16 Minuten und unterbot damit seine eigene kontinentale Bestzeit aus dem Jahr 2011 um rund eineinhalb Sekunden. Damals war er ebenfalls in Birmingham 13:10,60 gelaufen. Sein Ergebnis über die in der Halle eher selten gelaufene Distanz ist auch eine Jahresweltbestzeit. Den Hallen-Weltrekord hält der Äthiopier Kenenisa Bekele mit 12:49,60 Minuten. Der 33-jährige Farah hatte angekündigt, dass er sich nach den Weltmeisterschaften in London im kommenden August auf den Marathon und die Straßenrennen konzentrieren möchte.

Im 5.000-m-Rennen von Birmingham musste Mo Farah vor heimischem Publikum bis zum Ende um den Sieg kämpfen. Knapp setzte er sich schließlich nach einem starken Spurt in der letzten 200-m-Runde gegen Albert Rop durch. Der aus Kenia stammende und für Bahrain laufende Athlet stellte als Zweiter mit 13:09,43 einen Asien-Rekord auf. Landesrekorde erzielten Morhad Amdouni (Frankreich/13:10,60) und Soufiane Elbakkali (Marokko/13:11,18) auf den Rängen drei und vier.

Mo Farah spurtet zum Sieg und Rekord

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Europas Beste über 1.000 und 3.000 Meter

Noch ein zweiter Europarekord fiel in Birmingham in einem Lauf-Wettbewerb: Die Schottin Laura Muir setzte ihre Serie von starken Hallenrennen fort und gewann die 1.000-m-Distanz in 2:31,93 Minuten. Damit unterbot sie die bisherige, elf Jahre alte kontinentale Bestmarke der Russin Yuliya Fomenko (2:32,16) knapp und wurde zur zweitschnellsten Läuferin aller Zeiten in der Halle über diese Strecke. Auch die 1.000 m gehören jedoch nicht zum Standard-Programm bei Hallen-Wettbewerben. Den Weltrekord hält seit 1999 Maria Mutola (Mozambique) mit 2:30,94. Hinter Laura Muir, die in dieser Saison bereits einen Europarekord über 3.000 m (8:26,41) aufgestellt hatte, belegten Kate Grace (USA/2:36,97) und Sanne Verstegen (Niederlande/2:38,72) die Plätze zwei und drei.

Hochklassig war auch das 3.000-m-Rennen der Frauen. Hier gewann nach einem spannenden Duell die Kenianerin Hellen Obiri in 8:29,41 Minuten vor der Niederländerin Sifan Hassan (8:30,76) Beide Läuferinnen stellten Landesrekorde auf. Dritte wurde die Äthiopierin Dawit Seyaum in 8:37,65.