Corona-Pandemie
Frankfurt abgesagt: 2020 wird zum Jahr ohne große Marathons

| Text: Jörg Wenig | Fotos: imago images/Jan Hübner

Jetzt ist es amtlich: In Deutschland wird es in diesem Jahr keine spitzensportlich bedeutenden oder großen Marathonläufe geben. Heute gaben auch die Veranstalter des Mainova Frankfurt-Marathons bekannt, dass das für den 25. Oktober geplante Rennen aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden kann.

Jetzt ist es amtlich: In Deutschland wird es in diesem Jahr zum ersten Mal seit Zeiten des Zweiten Weltkrieges keine spitzensportlich bedeutenden oder großen Marathonläufe geben. Heute gaben auch die Veranstalter des Mainova Frankfurt-Marathons bekannt, dass das für den 25. Oktober geplante Rennen aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden kann.

Die Absage kam nicht überraschend, sie hatte sich für die Läufer schon im Juni abgezeichnet. Frankfurt schließt nun die traurige Liste der nicht stattfindenden Top-Marathonrennen in Deutschland ab, zu der auch Berlin, Hannover, Hamburg, München, Düsseldorf und Köln gehören.

Damit im nächsten Jahr wieder Rennen stattfinden können - mit Hygienekonzepten, wie sie die Marathonveranstalter in Hamburg und München schon jetzt vergebens vorgelegt hatten - und Veranstalter vor der Pleite gerettet werden können, unterstützt German Road Races (GRR), die Vereinigung der deutschen Straßenläufe, eine Petition und ruft alle Läufer auf, diese online hier zu unterschreiben.

Die Entscheidung zur Absage des Mainova Frankfurt-Marathons sei gemeinsam mit dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt getroffen worden, heißt es in der Pressemitteilung des Veranstalters. „Gemessen an den Nöten, die diese weltweite Pandemie den Menschen, Staaten, Institutionen und Unternehmen bereitet, ist die Absage einer Sportveranstaltung weniger bedeutend“, erklärte Race-Direktor Jo Schindler.

Hier begründet der Frankfurt-Marathon die Absage im Video

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„Die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung des Landes Hessen schränkt die Ausrichtung von Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober 2020 stark ein. Diese bleiben verboten, es sei denn Veranstalter können sicherstellen, dass Mindestabstandsgebot, die Hygienerichtlinien und die persönliche Erfassung aller an der Veranstaltung Beteiligter eingehalten werden“, teilen die Frankfurter in der Pressemitteilung mit. „Hierzu zählen in unserem Fall auch die Zuschauer“, sagte Jo Schindler. „Doch diese Erfassung der Zuschauer mit Standort und Zeitpunkt können wir bei Hunderttausenden auf einer 42,195 Kilometer langen Strecke quer durch Frankfurt leider nicht mit absoluter Sicherheit gewährleisten.“

Auch die Veranstalter des Mainova Frankfurt-Marathons setzen nun auf das nächste Jahr: „Die Vorbereitungen für den 31. Oktober 2021 sind schon angelaufen. Wenn der Startschuss für die 39. Auflage ertönt, werden wieder tausende Spitzen- und Breitensportler unter dem Jubel der Zuschauer den spektakulären Einlauf in die Festhalle genießen können“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Race-Direktor Jo Schindler sagt: „Ich bin überzeugt, dass es uns mit einem Vorlauf von rund 15 Monaten gelingen wird, die Auflagen des Landes Hessen zu erfüllen. Deshalb freuen sich mein Team und ich schon sehr auf den Mainova Frankfurt-Marathon 2021.“