Mehr als 350 Fotos vom Hamburg-Marathon

| Jörg Wenig I Fotos: Haspa Marathon Hamburg, Galerie: Norbert Wilhelmi

Es war ein Sieg mit Ansage: Vor der 32. Ausgabe von Deutschlands größtem Frühjahrsmarathon hatte Mitfavorit Tsegaye Mekonnen (Äthiopien) angekündigt, er werde am Sonntag nicht mitlaufen, um Zweiter zu werden. Trotz Regens und Temperaturen im einstelligen Bereich ließ der Äthiopier beim Haspa Marathon Hamburg seinen Worten Taten folgen und siegte nach 42,195 Kilometern in 2:07:26 Stunden knapp vor London-Olympiasieger Stephen Kiprotich aus Uganda. Bei den Frauen siegte Favoritin Jessica Augusto (Portugal). Mehr als 350 Fotos vom Marathon-Klassiker findest du in unserer großen Bildergalerie.

Tsegaye Mekonnen und Jessica Augusto haben den Haspa Marathon Hamburg gewonnen. In einem sehr spannenden Männerrennen siegte am Ende der Äthiopier Mekonnen knapp vor dem Marathon-Olympiasieger von 2012, Stephen Kiprotich (Uganda). Mekonnen war nach 2:07:26 Stunden im Ziel, Kiprotich lief 2:07:31 bei schwierigen Wetterbedingungen mit Wind, Regen und sogar Hagelschauern. Der Kenianer Jacob Kendagor wurde Dritter in 2:08:50.

Die Portugiesin Jessica Augusto lief lange Zeit an dritter Position mit einigem Abstand zur Spitze. Nach rund 30 km erreichte sie die beiden führenden Läuferinnen Ifa Megertu (Äthiopien) und Viloa Kibiwot (Kenia) und überholte sie. Während Augusto in 2:25:30 deutlich gewann, folgten Megertu mit 2:29:47 und die Debütantin Kibiwot in 2:30:33 mit klarem Abstand.

Rang acht belegte Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg), die mit 2:36:36 ihr Zeitziel von 2:29 Stunden klar verpasste. Sie wird im Herbst sicher einen neuen Angriff auf die 2:30-Stunden-Barriere starten. Schnellster deutscher Läufer war Marcus Schöfisch als Zwölfter mit 2:17:56. Auch Frank Schauer (2:18:18) und Marcel Bräutigam (2:19:48) blieben noch unter 2:20 Stunden.

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Hamburgs Wetter ist immer für Überraschungen gut - dieses Mal waren es Hagelschauer! Trotzdem liefen die Männer ein konstant schnelles Tempo. Die 5-km-Marke passierte die Spitzengruppe nach 15:02 Minuten, 10 km waren nach 30:05 erreicht. Stephen Kiprotich lief am Ende dieser Gruppe, wissend das dieses Tempo ausreichen würde, um seinen eigenen Landesrekord von 2:06:33 Stunden brechen zu können. Die große Spitzengruppe erreichte nach 63:21 Minuten die Halbmarthonmarke.

Relativ frühzeitig sorgte dann Tsegaye Mekonnen für eine Tempoverschärfung. Nach 25 km lag er bereits elf Sekunden vor Gilbert Masai (Kenia) und 16 vor Kiprotich. Die Zwischenzeiten blieben zunächst auf Kurs für eine Zeit um 2:06:30. Mekonnen war auch gemessen an seiner Bestzeit der Schnellste im Feld: 2014 hatte er sensationell den Dubai-Marathon in 2:04:32 gewonnen.

Die Taktik des erst 21-jährigen Tsegaye Mekonnen schien aufzugehen. Bei 35 km lag er 19 Sekunden vor Kiprotich, Dritter war inzwischen der Kenianer Robert Chemosin, der einen Rückstand von 34 Sekunden aufwies. Aber Kiprotich ist ein Meisterschaftsläufer, das zeigte sich in dieser Phase. Der Olympiasieger, der 2013 auch Weltmeister war, holte langsam aber sicher auf. Bei 40 km (2:00:46) hatte er aufgeschlossen zu Mekonnen. Doch als es um die letzte Kurve ging, war es der Äthiopier, der noch einmal beschleunigen konnte und schließlich mit fünf Sekunden Vorsprung gewann.

Drei Jahre nachdem er in Dubai zum schnellsten Teenager aller Zeiten über die Marathondistanz geworden war, feierte Mekonnen wieder einen Sieg über die 42,195 km. „Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich wieder gewinnen würde. Mein Problem waren die Verletzungen in den letzten Jahren“, sagte Tsegaye Mekonnen.

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