© Norbert Wilhelmi

Neue Laufschuhe gesucht?
Laufschuhe, die zu dir und deinem Laufstil passen

Du möchtest dir neue Laufschuhe zulegen? Weißt aber nicht, welche Laufschuhe zu dir passen? Wir beraten dich vor dem Laufschuhkauf. Mit unserem Laufschuhfinder. Los geht's! Nach nur 9 Fragen weißt du mehr ...

Über den Laufschuhfinder von laufen.de

Es ist ganz schön schwierig, unter den hunderten, oft sehr unterschiedlichen Laufschuhen, die aktuell von den Herstellern angeboten werden, diejenigen Modelle zu finden, die zu deinen persönlichen Anforderungen passen. Viel einfacher wird das mit dem Laufschuhfinder von laufen.de. Um dir von uns passende Laufschuhe empfehlen zu lassen, beantwortest du in unserem Laufschuhfinder neun Fragen zu deinem Laufverhalten und deinem Laufstil. Anschließend wirst du beraten, welche Laufschuhe zu dir passen.

Jogging, Trailrunning, Straßenlauf oder die Laufrunde durch den Park? Was hast du mit den Laufschuhen vor? Und was für ein Läufertyp bist du? Das wollen wir durch unsere Laufschuh-Beratung erfahren, um dir anschließend eine passende Auswahl von Laufschuhen zu präsentieren. Alle Laufschuhe haben wir ausgiebig getestet und bewertet. Unsere Laufschuhtests finden in Kooperation mit den Fachhändlern von DEIN LAUFPROFI statt.

© Norbert Wilhelmi

Kein Ersatz für Laufschuh-Beratung und Anprobieren im Fachhandel

So profitierst du nicht nur vom Wissen unserer Running-Redakteure, sondern nutzt auch die Erfahrung von zahlreichen Laufsport-Händlern in ganz Deutschland. Unsere Laufschuhtests und unsere Laufschuhberatung sind das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Redaktion und den Experten von DEIN LAUFPROFI.

Insgesamt haben sich mehr als 100 auf den Laufsport spezialisierte Fachhändler in ganz Deutschland zusammengeschlossen, um ihre Erfahrung und Kompetenz allen Läufern zur Verfügung zu stellen. So werden Monat für Monat fast alle neuen Laufschuhe und Weiterentwicklungen der Hersteller auf Straßen, Wegen und Trails von dutzenden Testläufern beim Joggen, bei Dauerläufen, bei schnelleren Trainingsläufen, aber auch im Rennen und bei Wettkämpfen unter die Lupe genommen.

Und weil wir fest davon überzeugt sind, dass du den perfekt passenden Laufschuh erst dann finden wirst, wenn du spürst, wie er sich an deinem Fuß anfühlt, empfehlen wir nach der Nutzung des Laufschuhfinders einen Besuch beim Fachhändler deines Vertrauens. Dort kannst du dich noch viel intensiver beraten lassen und ausprobieren, welches Modell am besten zu dir passt. Geschultes Personal analysiert deinen Laufstil und schlägt dir auf Basis möglichst vieler Informationen zu dir als Läufer passende Laufschuhe vor. Hier findest du eine Übersicht von Fachhändlern, mit denen wir bei unseren Laufschuhtests kooperieren und bei denen du dich kostenlos intensiv beim Laufschuhkauf beraten lassen kannst.

© Norbert Wilhelmi

Was du vor dem Laufschuhkauf wissen solltest

Immer wieder liest man Tipps wie: Laufe einfach mal los und probiere aus, ob das Laufen überhaupt dein Sport werden kann. Wenn du ordentliche Laufschuhe im Schrank hast – okay, dann ist gegen diesen Ratschlag nichts einzuwenden. Bevor du aber mit alten Tennisschuhen loslegen willst oder zum Discounter rennst, um ein 20-Euro-Schnäppchen zu machen, raten wir dir: Tu’s nicht! Die ersten Schritte sind ohnehin schon anstrengend genug, und eine ordentliche Portion Motivation gehört auch dazu, also mach’s dir nicht unnötig schwer. Also: Lass dich vor dem Laufschuhkauf gut beraten.

Es gibt Laufschuhe, die deinen individuellen Laufstil wenig beeinflussen, und andere, die deinen Fuß bewusst führen wollen. Nicht jeder, der etwas nach innen knickt (man spricht hier von leichter Überpronation), benötigt einen Joggingschuh mit starker Führung. Viel wichtiger ist es, dass der Laufschuh einen festen Halt bietet. Vor allem an der Ferse muss der Laufschuh fest sitzen. Die Fersenführung wird durch eine relativ feste Fersenkappe erreicht, welche vor allem an der Seite stützen soll. Die meisten Läufer fühlen sich in Laufschuhen wohl, die beim Joggen einen guten Seitenhalt bieten, sich aber trotzdem leicht anfühlen.

Entscheidend für die Wahl der richtigen Sohle ist der Untergrund, auf dem du hauptsächlich trainierst. Im Gelände wird eine profilierte Sohle benötigt, die vor (spitzen) Steinen schützt. Das Gros der Läufer wechselt zwischen Wald- oder Feldwegen und Asphalt. Für die meiste Zeit des Jahres gilt: Mit einem klassischen Straßenlaufschuh kommst du auch auf ebenen Wald- oder Forstwegen gut zurecht.

© Norbert Wilhelmi

Wie viel Dämpfung ist bei Laufschuhen richtig?

Eine angenehme Dämpfung ihrer Trainingsschuhe ist für die meisten Läufer wichtig. Aber was ist angenehm? Hier ist die Bandbreite der Wünsche groß, und die Hersteller reagieren mit den unterschiedlichsten Materialien. Natürlich sind die Vorlieben der Läufer sehr individuell, aber während aktive Mittelfußläufer meist einen festeren Laufschuh suchen, ziehen schwerere Fersenläufer häufig eine dickere und weichere Zwischensohle im Schuh vor.

Wie viel Dämpfung und Unterstützung dein neuer Laufschuh leisten sollte, hängt von deinem Gewicht, deiner Lauftechnik, dem Laufuntergrund, etwaigen Fuß- und Beinachsenfehlstellungen und weiteren Faktoren ab.

Es geht darum, einen Laufschuh zu finden, der das natürliche Bewegungsmuster, das bei jedem Läufer etwas unterschiedlich ist, möglichst optimal unterstützt. Deshalb gibt es zurecht auch eine so große Auswahl an Laufschuhen, die sich manchmal nur in Details unterscheiden. Das macht das Laufschuhe Kaufen nicht einfach.

Dabei hieß das Credo der Hersteller jahrelang: Viel hilft viel. Der Laufschuh wurde zum Technologie-Träger. Immer mehr kleine, bunte Kunststoffteile wurden verbaut. Das sah gut aus und gab dem Läufer Sicherheit. In einem Auto mit vielen Airbags und anderen Sicherungssystemen fühlt man sich ja auch wohl. Dann entwickelte sich der gegenläufige Trend. Das natürliche Laufen wurde propagiert. Die Schuhe sollten den Läufer nicht mehr führen und ihn nicht übermäßig stützen. Vielmehr sollte ein moderner Schuh den natürlichen Bewegungsablauf beim Laufen so wenig wie möglich behindern.

Mittlerweile ist auch dieser Trend schon wieder vorbei. Das neue Credo von Herstellern und Händlern bei Joggingschuhen lautet: Individualität, perfekte Dämpfung und möglichst viel Energierückgabe bei jedem Schritt durch neuartige Kunststoffe in der Zwischensohle. Jeder Läufer soll für seinen Körper, seinen Fuß, seinen Laufstil, seine Laufgewohnheiten, seine Verletzungsvorgeschichte, ja für das einzelne Training den richtigen Schuh finden. Was zur Folge hat, dass die Auswahl beim Laufschuhkauf immer größer wird. Beratung und Ausprobieren ist heute wichtiger denn je. Und deshalb gibt es den Laufschuhberater auf laufen.de, der dir hilft, Modelle zu finden, die zu dir passen können. Herausfinden, ob ein Schuhmodell wirklich passt, kannst du aber nur durch Ausprobieren.

Wann passt ein Laufschuh an meinen Fuß?

Achte darauf, dass der Schuh so groß ist, dass deine Zehen genügend Platz haben. Sie sollten seitlich und nach vorn hin nicht eingeengt sein. Als Faustregel gilt, dass vor deinen Zehen noch eine knappe Fingerbreite Platz bleibt. Das ist nötig, da der Fuß beim Abrollen immer etwas nach vorne rutscht.

Deutlich zu große Schuhe schaden den Füßen allerdings auch, da die Zehen darin krampfhaft Halt suchen müssen. Nur ganz wenige Menschen haben wirklich zwei exakt gleich große Füße. Ausschlaggebend bei der Schuhwahl ist immer der größere Fuß. Falls der kleinere Fuß keinen ausreichenden Halt findet, können dickere Socken und eine individuelle Schnürung dies ausgleichen.

Auch das in den vergangenen Jahren immer niedrigere Gewicht der Laufschuhe ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Freude und Leichtigkeit beim Laufen. Auch das spüren Läufer als Komfort. Fühlt es sich doch an wie Barfußlaufen, wenn die Schuhe federleicht sind.

Was ist Sprengung und wie viel davon brauche ich?

Grundsätzlich werden Laufschuhe heute mit weniger Sprengung (gemeint ist der Höhenunterschied der Sohle zwischen Ferse und Vorfuß) gebaut als noch vor 15 oder 20 Jahren. So sollen Hebelkräfte möglichst gering gehalten werden. Denn die können Verletzungen auslösen. Die Fersensprengung gibt an, um wie viel die Fersenpartie eines Laufschuhs gegenüber dem Vorfußbereich erhöht ist.

Früher lagen handelsübliche Fersensprengungen bei 12 Millimetern. Heute liegen die meisten Modelle darunter. Während das Natural-Segment, das ohne eine Sprengung auskommt, aus den Schuhregalen fast verschwunden ist, bieten die meisten Hersteller Sprengungen zwischen 4 und 12 Millimetern an.

Jeder Läufer benötigt aber eine andere Sprengung. Ein wichtiger Punkt, um herauszufinden, welche Sprengung du benötigst, ist die Frage nach aktuellen Verletzungen. Unser Experte Dr. Matthias Marquardt empfiehlt häufiger verletzten Läufern folgende Sprengungen: Bei Achillessehnenprobleme, Plantarfasziitis (Fersensporn), Halliux rigidus sind Laufschuhe mit größerer Sprengung (mehr als 8 Millimeter) empfehlenswert. Bei Knieschmerzen, vorderem Schienbeinkantensyndrom empfiehlt er Laufschuhe mit flacher Sprengung (weniger als 6 Millimeter). Laufschuhe mit mittlere Sprengung (6 bis 8 Millimeter) sollten von Läufern getragen werden, die Probleme mit einem medialen Schienbeinkantensyndrom haben.

Außerdem hat Dr. Matthias Marquardt hat einen Rechner entwickelt, mit dem du ermitteln kann, welche Sprengung zu dir passt. Hier geht’s direkt zum Sprengungsrechner.

© Norbert Wilhelmi

Was ist was beim Laufschuh?

Laufschuhe für Läufer mit neutralem Abrollverhalten (Pronation)

Menschen mit einem „Normalfuß“ haben in der Regel ein neutrales Abrollverhalten. Normalfußläufer berühren beim Fußaufsatz erst mit der Außenseite der Ferse den Boden und rollen dann über die gesamte Fußsohle ab. Dieses „Einrollen“ des Fußes (auch Pronation genannt) ist ein natürlicher Dämpfungsmechanismus des Körpers. Normalfußläufer sollten Neutralschuhe wählen, die das Abrollverhalten des Fußes kaum beeinflussen.

Laufschuhe für „Supinierer“

Mit Supination ist gemeint, dass man beim Laufen verstärkt über die Außenkanten des Fußes abrollt. Meist ist das mit einer O-Bein-Stellung verknüpft. Supinierer haben oft ein überdurchschnittlich hohes Fußgewölbe. Der Fuß hinterlässt lediglich im Vor- und Rückfußbereich einen Abdruck, weil Hohlfußläufer in der Landephase nicht nach innen abrollen. Aufgrund dieser Unterpronation (auch Supination genannt) entfällt der natürliche Aufprallschutz des Fußgewölbes. Geeignet sind Schuhe mit guten Dämpfungseigenschaften und großer Flexibilität.

Laufschuhe für „Überpronierer“

Typisch bei der Überpronation ist, dass der Fuß in der Abrollbewegung übermäßig nach innen knickt. Das kann Überlastungsbeschwerden provozieren. Läufer mit niedrigem Fußgewölbe sind in der Regel mit Schuhen gut bedient, die die Überpronation mithilfe einer speziellen Stabilitätsstütze einschränken. Handelt es sich nur um eine leichte Überpronation, kann auch auf eine solche Stütze verzichtet werden.

Obermaterial

Der Schaft eines modernen Laufschuhs wird aus strapazierfähigen Kunstledermaterialien und sogenannten Meshstoffen produziert. Meshmaterialien sind extrem luftdurchlässige und atmungsaktive Kunstfasergewebe, die den Fuß angenehm belüften. Verstärkungselemente an den hoch belasteten Stellen verbessern den Halt im Schuh. Wenn sie denn vorhanden sind! Schuhe, die nur aus flexiblem Obermaterial gefertigt werden, habe eine tolle Passform, führen die Füße schwerer Läufer aber deutlich weniger. Immer häufiger werden verschiedene Stretchgewebe eingesetzt. Das sind Stoffe mit elastischer Dehnung, die unter Verwendung von Elastomerfaserstoffen oder speziellen Garnen gewebt oder mit chemischen Zusätzen elastisch gemacht werden. Solche Obermaterialien bieten eine sockenähnliche Passform, aber weniger Halt.

Pronationsstütze

Zur Unterstützung bei überbeweglichen Füßen wird bei bestimmten (nicht bei allen!) Schuhmodellen eine sogenannte Pronationsstütze auf der Innenseite der Zwischensohle integriert. Diese verhindert durch einen höheren Härtegrad das Einwärtskippen des Schuhs und teilweise auch des Fußes. Oft sind diese Stützen erkennbar, weil sie anders eingefärbt sind als der Rest der Zwischensohle. Bei manchen Modellen erkennt man diese „Stütze“ nicht mehr. Eine andere Option, den Fuß stärker zum Abdruckpunkt zu führen und gleichzeitig das Einwärtskippen abzuschwächen sind verstärkende Elemente zwischen Schaft und Zwischensohle, die wie eine Art Leitplanke für den Fuß agieren sollen. Sie stützen weniger stark als die klassische Pronationsstütze, übernehmen aber eine ähnliche Aufgabe.

Mittelfußbrücke

Im Mittelfußbereich finden sich technische Konstruktionsmerkmale, die die Verdrehung von Vor- und Rückfuß ermöglichen, während sie den Schuh für den Abrollvorgang stabil halten.

Fersenkappe

Die Fersenkappe verbessert Ihren Halt im Schuh. Sie umschließt Ihr Fersenbein fest – wichtig insbesondere für Läufer mit Überbeweglichkeiten im Sprunggelenk.

Dämpfungselemente

In die Zwischensohlen integriert sind Dämpfungssysteme im Vor- und Rückfußbereich, zum Beispiel Gel- oder Luftkissen. Diese Dämpfungssysteme sorgen für eine zusätzliche Dämpfung, wobei der wesentliche Teil der Dämpfung der Schuhsohle vom Grundmaterial (meist EVA oder PU) übernommen wird.

Zwischensohle

Fast alle Laufschuhe (bis auf wenige „Barfuß“-Modelle) besitzen eine Zwischensohle. . Man unterscheidet zwischen stark dämpfenden Sohlen - meist aus Ethylen-Vinyl-Acetat (EVA) hergestellt - und solchen, die einen hohen Rebound-Effekt – meist auf Basis von Polyurethan (PU) produziert - ermöglichen. Die Forschung steht hier nicht still. Zum einen soll das Zwischenmaterial maximal leicht sein, aber auch wahlweise komfortabel oder Energie rückführend. Grundsätzlich hat das Zwischensohlenmaterial die Aufgabe nach der Kompression durch die Landung schnell wieder in die Ausgangsposition zu bringen.

Außensohle

Die Außensohle des Laufschuhs besteht aus karbonisierten Gummimischungen, die langlebig sind und einen griffigen, rutschfesten Kontakt zum Untergrund herstellen. Je leichter, dünner und griffiger die Materialien, beispielsweise für Straßenrennen, desto schneller verschleißen sie. Langlebige Sohlen halten länger, laufen sich aber nicht so »direkt«. Die Kontaktflächen und Kerbungen beeinflussen das Abrollverhalten. Die Außensohle sollte sich an den anatomischen Gegebenheiten orientieren und die Flexibilität deines Fußes unterstützen.

Weitensysteme

Einige Hersteller bieten zusätzlich zur Schuhgröße auch Schuhweiten an. Die Leisten in unterschiedlichen Weiten werden mit 2A, B, D, 2E und 4E bezeichnet. D ist die Standardweite, B und 2A bezeichnen besonders schmale Modelle, und die Leisten 2E und 4E sind für besonders breite Füße. Es ist ein überaus sinnvolles Unterfangen, den verschiedenen Fußbreiten bei gleicher Länge auch unterschiedliche Weiten zur Verfügung zu stellen. Dies ist allerdings häufig nur in der Theorie der Fall: Praktisch wird bei Schuhweiten oft geschummelt. Aus wirtschaftlichen Gründen wird dann nur das Obermaterial in der Passform verändert, nicht aber die Sohle in ihrer Breite! Achte beim Schuhkauf umso mehr darauf, ob der Schuh wirklich passt: sowohl Obermaterial als auch Sohle!