Der 52. BMW Berlin-Marathon war sportlich einer der schnellsten der Geschichte – trotz Verletzungspech bei den Topstars. Doch der Blick richtet sich längst nach vorn: Mit Generali als neuem Titelpartner, der engen Verbindung zu adidas und der verlängerten Partnerschaft mit RTL startet der Berlin-Marathon mit starken Perspektiven in die Zukunft.
Aber zunächst bieten wir gemeinsam mit den Organisatoren SCC Events die Möglichkeit, auf das komplette Event-Wochenende zurückzublicken – auch wenn man selbst nicht in Berlin dabei war. Im digitalen und kostenlosen Finisher Magazin blicken wir zurück auf dieses besondere Wochenende. Mit den schönsten Bildern, bewegendendsten Geschichten und spannendsten Hintergründen, mit hunderten Fotos in großen Bildergalerien und emotionalen Videos.
Erlebe noch einmal, wie Tigst Assefa auf Weltrekordkurs war, ehe der Achillessehnenriss ihren Angriff stoppte. Wie die Äthiopierin trotzdem in 2:11:04 Stunden gewann. Wie ihre Zeit zusammen mit den 2:02:50 Stunden von Männer-Sieger Guye Adola Berlin zum zweitschnellsten Marathon der Geschichte machte. Wie Anna Angerwisch sensationell zur besten Deutschen wurde, nachdem Esther Pfeiffer schon früh aufgegeben hatte. Mit diesem Magazin fühlst du noch einmal, wie mehr als eine Million Menschen und mehr als 86.000 Aktive Berlin in eine riesige Bühne des Sports verwandelten.
Als Tigst Assefa begann zu humpeln und sich dennoch nach 2:11:04 Stunden ins Ziel kämpfte, war das der dramatische Schlusspunkt eines Rennens, das zuvor nicht vom Glück verfolgt worden war. Einige Wochen vor dem Start hatte Kenias Superstar, Titelverteidiger und Weltrekordler Sabastian Sawe verletzungsbedingt absagen müssen. Was sportlich möglich gewesen wäre, wenn Sawe und Assefa gesund geblieben wären, lässt sich nur erahnen. Und trotzdem schrieb Berlin wieder Marathon-Geschichte.
Denn die Zahlen zeigen, auf welchem Niveau sich dieses Rennen bewegt. Addiert man Assefas 2:11:04 Stunden und die 2:02:50 des Männer-Siegers Guye Adola, kommt man auf 4:13:54 Stunden. Gemessen an den beiden Siegzeiten war der 52. BMW Berlin-Marathon der zweitschnellste Marathon aller Zeiten. Nur Chicago 2024 war mit 4:12:40 Stunden noch schneller.
Auch langfristig gehört Berlin zur absoluten Weltspitze. In der Rangliste der schnellsten City-Marathons, für die der Durchschnitt der jeweils zehn besten jemals bei einem Rennen erzielten Zeiten zugrunde gelegt wird, bleibt Berlin bei den Männern Zweiter. Bei den Frauen sorgten die starken Zeiten 2026 sogar für einen Sprung von Platz fünf auf Rang zwei.
Gewaltige Dimensionen: Über 86.000 in Bewegung
Hinzu kommt die gewaltige Dimension des Events. Mehr als 86.000 Spitzen- und Breitensportler:innen aus 162 Nationen waren am Marathon-Wochenende dabei, rund 1,2 Millionen Menschen verfolgten das Geschehen entlang der Strecke. Allein für den Marathon über 42,195 Kilometer hatten sich mehr als 56.000 Läufer:innen aus 162 Nationen gemeldet. Berlin bleibt damit eine der ganz großen Bühnen des internationalen Laufsports.
Hätten sich weder Sabastian Sawe noch Tigst Assefa verletzt, hätte dieser BMW Berlin-Marathon ein spitzensportlich unglaubliches Spektakel werden können. Aber es sollte in diesem Jahr nicht sein. So war es für den Race Director Mark Milde, der in Berlin für das Elitefeld verantwortlich ist, eine sehr gemischte Gefühlswelt. „Aber das Leben geht weiter. Wir werden im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen und sagen uns: we come back stronger“, sagte Mark Milde. „Es gab ja auch einige sehr erfreuliche Leistungen.“
Alle in einer Trainingsgruppe: Die Berlin-Stars aus Äthiopien
Bauen kann Mark Milde sicherlich auch in der Zukunft auf die zurzeit stärkste Marathon-Trainingsgruppe der Welt. Siegerin Tigst Assefa, die drittplatzierte Dera Dida, der Männer-Sieger Guye Adola und der zweitplatzierte Gemechu Dida kommen alle aus einer Trainingsgruppe, die in Addis Abeba von Gemedu Dedefo gecoacht wird.
Dabei hat Berlin einen entscheidenden Vorteil, denn adidas ist einerseits der traditionelle Hauptsponsor des größten deutschen Marathons und zugleich auch der Ausrüster und Sponsor der Management-Gruppe des Italieners Gianni Demadonna sowie seiner Partner Eric Lilot und Monica Pont Chafer. Die Athlet:innen dieses Trios sind auch jene, die bei Gemedu Dedefo trainieren.
In Kenia wiederum wird das Trainingscamp des Management-Trios in Kapsabet von Claudio Berardelli geleitet. Der italienische Coach trainiert dort unter anderen Sabastian Sawe.
Steffen Lehmann und Jürgen Lock präsentieren die Startnummern für 2027
Doch die Zukunft des Berliner Marathons hat längst nicht nur eine sportliche Dimension. Nur wenige Tage nach dem großen Marathon-Wochenende begann eine neue Ära. Seit dem 1. Oktober 2026 ist die Generali Deutschland AG Titelpartner des Berlin-Marathons. Verkündet wurde die Partnerschaft beim Registration Run am Brandenburger Tor. Wenn am 26. September 2027 wieder Zehntausende durch die Hauptstadt laufen, wird erstmals der Generali Berlin-Marathon gestartet.
Dabei beginnt die Zusammenarbeit keineswegs bei null. Vielmehr wird eine über Jahre gewachsene Partnerschaft auf die größte Bühne gehoben. Seit 2019 trägt bereits der Generali Berliner Halbmarathon den Namen des Versicherers. Mit dem Generali 5K und dem mini-Marathon presented by Generali kamen weitere gemeinsame Angebote für unterschiedliche Alters- und Leistungsgruppen hinzu.
„Unsere Partnerschaft ist über viele Jahre gewachsen“, sagt Jürgen Lock, CEO von SCC Events. In dieser Zeit seien „eine enge Verbindung und großes gegenseitiges Vertrauen“ entstanden. Die Ausweitung auf den Marathon ist für ihn daher der nächste große Schritt: „Wir sind überzeugt davon, dass wir gemeinsam noch mehr bewegen können – weit über den Laufsport hinaus.“
Genau darin liegt ein wesentlicher Teil der gemeinsamen Perspektive. Die Generali Deutschland setzt mit ihrem „Ökosystem Sport“ auf Bewegung, einen gesundheitsbewussten Lebensstil und mentale Stärke. Das Engagement umfasst Breiten- ebenso wie Spitzensport und soll Menschen in Bewegung bringen, Gemeinschaften stärken und Plattformen für gemeinsames Sporttreiben und -erleben schaffen.
Der Marathon passt dazu in besonderer Weise. Hier treffen internationale Spitzenleistungen auf die ganz persönlichen Ziele Zehntausender Menschen. Weltstars kämpfen um Siege und Rekorde, während Breitensportler:innen wenige Meter daneben ihren eigenen großen Marathontraum verwirklichen.
„Sport ist eine der wenigen gesellschaftlichen Kräfte, die Gesundheit fördert und zugleich Menschen über soziale, kulturelle und generationelle Grenzen hinweg verbindet“, sagt Stefan Lehmann, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG. Die Partnerschaft mit SCC Events und dem Generali Berlin-Marathon sei „ein bedeutender Schritt“, um dieses Engagement weiter auszubauen.
RTL überträgt bis mindestens 2029 live
Auch medial ist die Zukunft gesichert. RTL Deutschland und SCC EVENTS haben ihre Zusammenarbeit um drei Jahre bis 2029 verlängert. Damit bleibt der GENERALI BERLIN-MARATHON fester Bestandteil des Live-Sport-Angebots von RTL Deutschland. Für Jürgen Lock liegt die besondere Stärke des Events in der Verbindung von „Spitzenleistung mit Breitensport, Inklusion und einem besonderen Gemeinschaftserlebnis“. Gemeinsam mit RTL wolle man künftig „noch mehr Menschen für die Faszination Marathon begeistern“.
Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen: ein neuer Titelpartner, langfristige Partnerschaften, enorme mediale Reichweite und weiterhin beste Verbindungen zur Marathon-Weltklasse. Nach einem dramatischen Jahr 2026 lautet das Berliner Motto für die Zukunft deshalb passend: „We come back stronger.“